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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Neuste Artikel

Ambulante Chemotherapie: Im Vordergrund liegen Chemotherapie-Infusionsmaterialien auf einem Tablett, im Hintergrund sitzt eine Patientin mit Kopftuch entspannt in einem Behandlungsstuhl während der Therapie.
Machbar und sicher

Chemotherapie zu Hause: Versorgungswege neu denken

Intravenöse Chemotherapien lassen sich im häuslichen Umfeld sicher und ohne Infusionsreaktionen oder Katheterinfektionen verabreichen. Mobile Versorgungsteams und eine virtuelle Leitstelle ermöglichen eine engmaschige Überwachung – mit hoher Patientenzufriedenheit und spürbarem Gewinn an Lebensqualität.
Große Datenbasis, klare Signale

Krampfanfall im Erwachsenenalter: Hinweis auf okkulten Tumor?

Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters kann mehr als ein isoliertes neurologisches Ereignis sein: Besonders im ersten Jahr nach dem Anfall ist das Risiko für Hirntumoren massiv erhöht – doch auch extrazerebrale Malignome treten häufiger auf als erwartet. Welche Patienten sollten besonders aufmerksam abgeklärt werden?
Histologisches Bild eines diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL)
MYC- und BCL2-Koexpression

Tucidinostat plus R-CHOP: Neue Erstlinienoption beim Double-Expressor-DLBCL?

Double-Expressor-Lymphome mit Koexpression von MYC und BCL2 gelten unter R-CHOP als prognostisch ungünstig. Die Phase-III-Studie DEB zeigt nun: Die zusätzliche Gabe des oralen Histon-Deacetylase-Inhibitors Tucidinostat senkt das Risiko für Progress, Rezidiv oder Tod signifikant – bei beherrschbarem Nebenwirkungsprofil und höherer kompletter Remissionsrate.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.
p53 in der Krebsforschung

Mini-Antikörper reaktivieren p53: Neuer Ansatz gegen Krebsmutationen

Maßgeschneiderte Mini-Antikörper, sogenannte DARPins, stabilisieren in präklinischen Studien zahlreiche Varianten des mutierten „Wächters des Genoms" p53 und könnten via mRNA-Lipid-Nanopartikel gezielt in Tumorzellen eingeschleust werden. Erste präklinische Daten deuten darauf hin, dass dieser Ansatz das Potenzial hat, die p53-gerichtete Krebstherapie grundlegend zu verändern – die klinische Validierung soll jetzt starten.
Ganz so einfach scheint es nicht zu sein!

Weniger Fleisch auf dem Speiseplan = weniger Krebs?

Schützt der Verzicht auf Fleisch vor Krebs – oder birgt er neue Risiken? Eine der größten Metaanalysen weltweit mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden vergleicht Fleischesser, Vegetarier, Veganer und Pescetarier. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während einige Krebsarten seltener auftreten, steigt das Risiko für andere deutlich an.
Ösophaguskarzinom (Illustration)
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.
Ein Wegweiser mit zwei Schildern mit den Aufschriften „Landleben“ und „Stadtleben“ an einer Metallstange vor blauem Himmel mit Wolken.
Sozioökonomische Einflüsse auf das kolorektale Karzinom

Darmkrebs-Mortalität: Entscheidet der Wohnort über das Überleben?

In sozioökonomisch schwachen Wohngegenden ist das Sterberisiko bei Darmkrebs deutlich erhöht. Entscheidende Faktoren sind späte Diagnosen, ein häufiger Verzicht auf die Operation und die Art der Krankenversicherung – selbst Privatversicherte sind betroffen. Die zugrundeliegenden Mechanismen offenbaren wichtige therapeutische Stellschrauben.
Erstmals absolute 10-Jahres-Risiken

Hautkrebsrisiko bei CLL-Patienten verdoppelt

CLL-Erkrankte weisen ein nahezu doppelt so hohes 10-Jahres-Risiko für Hautkrebs auf – vor allem für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die absoluten Risiken für Metastasen und hautkrebsbedingten Tod bleiben jedoch gering. Eine dänische Matched-Kohortenstudie mit über 50.000 Teilnehmenden liefert nun erstmals belastbare absolute Risiken für die klinische Beratung und Surveillance.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Erhaltungsstrategie auf dem Prüfstand

Magenkarzinom: Camrelizumab basierte Erhaltungstherapie verlängert Gesamtüberleben

Magenkarzinom und Erhaltungstherapie: In der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens gehören Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zum Standard – doch welche Erhaltungsstrategie nach der Induktion optimal ist, war bislang offen. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Antworten: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab-Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben, während eine zusätzliche antiangiogene Komponente keinen Mehrwert zeigt.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC); Illustration
Hoffnung bei BPDCN

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat überzeugt bei seltenem Blutkrebs

Pivekimab Sunirin erreicht in der Phase-I/II-Studie CADENZA bei der seltenen, aggressiven blastischen plasmazytoiden dendritischen Zellneoplasie (BPDCN) eine Ansprechrate von 75% bei de-novo-Erkrankten und ein medianes Gesamtüberleben von 16,6 Monaten. Das CD123-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat hat das Potenzial, die Erstlinientherapie neu zu definieren.
Darmkrebs Vorsorge
Altersgrenze und Intervalle auf dem Prüfstand

Darmkrebs-Screening ab 45? IQWiG sieht keine belastbare Evidenz

Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens entwickelte Modellierung liefert dem G-BA nun dennoch Handlungsoptionen.