Schützt der Verzicht auf Fleisch vor Krebs – oder birgt er neue Risiken? Eine der größten Metaanalysen weltweit mit über 1,8 Millionen Teilnehmenden vergleicht Fleischesser, Vegetarier, Veganer und Pescetarier. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während einige Krebsarten seltener auftreten, steigt das Risiko für andere deutlich an.
Weniger Fleisch auf dem Speiseplan = weniger Krebs?
Wenig Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse – eine pflanzenbasierte Ernährung gilt als gesund. Wie sich eine pflanzenbasierte Ernährung auf das Krebsrisiko aus wirkt, dies war Gegenstand einer Analyse von 9 Studien mit Menschen mit unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten. Damit ist diese Metaanalyse die bisher größte Studie zu diesem Thema; sie umfasst 9 Kohorten auf 3 Kontinenten mit vielfältigen Ernährungsweisen und einer großen Anzahl von Krebserkrankungen.
Insgesamt bezogen die Wissenschaftler in ihre Studie ein:
- 1.645.555 Menschen, die Fleisch aßen
- 57.016 Menschen, die Geflügel, aber kein rotes Fleisch aßen
- 42.910 Pescetarier (Konsum von Fisch und Meerestieren, aber kein Fleisch)
- 63.147 Vegetarier
- 8.849 Veganer
Die Nachbeobachtungszeit betrug im Schnitt 16 Jahre. Insgesamt berücksichtigten die Wissenschaftler 17 Krebsarten. Ausgenommen hatten die Studienautoren Haut- und Gebärmutterhalskrebs, weil keine Informationen über die Exposition zu UV-Strahlung bzw. dem humanen Papillomavirus (HPV) als wichtigste, nicht auf die Ernährung bezogenen Risikofaktoren für diese beiden Krebsentitäten vorlagen.
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