Startseite Innere Medizin Krampfanfall im Erwachsenenalter: Hinweis auf okkulten Tumor?
Große Datenbasis, klare Signale

Krampfanfall im Erwachsenenalter: Hinweis auf okkulten Tumor?

|von Stephanie Schikora

Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters kann mehr als ein isoliertes neurologisches Ereignis sein: Besonders im ersten Jahr nach dem Anfall ist das Risiko für Hirntumoren massiv erhöht – doch auch extrazerebrale Malignome treten häufiger auf als erwartet. Welche Patienten sollten besonders aufmerksam abgeklärt werden?

Ein erstmaliger unprovozierter Krampfanfall im Erwachsenenalter kann auf einen okkulten Tumor hinweisen. (© meeboonstudio/stock.adobe.com)

Dass Krampfanfälle eine bekannte Komplikation manifester Tumorerkrankungen sind, ist klinisches Allgemeinwissen. Weit weniger klar war bislang die umgekehrte Frage: Kann ein erstmaliger unprovozierter Anfall der erste Vorbote einer noch unentdeckten neurologischen oder nicht neurologischen Krebserkrankung sein?

Frühere Untersuchungen fokussierten meist auf Patienten mit bereits bestehender Epilepsie oder beschränkten sich auf kleine Kohorten. Eine aktuelle dänische Registeranalyse liefert nun belastbare Antworten – und zwar an einer der größten Kohorten, die je zu dieser Frage ausgewertet wurde.

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