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Justiz

Der Themenbereich „Justiz“ befasst sich mit relevanten Gerichtsurteilen und Prozessen, die Ärzte und ärztliches Personal in den Fokus rücken.

Bleiben Sie zu rechtlichen Strukturen und Mechanismen auf dem Laufenden, die das Handeln im Gesundheitswesen prägen. Dieser Bereich beleuchtet grundlegende Fragen rund um Straf‑, Zivil‑ und Verwaltungsrecht sowie deren Bedeutung für medizinische Einrichtungen, Gesundheitsberufe und staatliche Institutionen.

Neuste Artikel

Justitia Statue hält Waage
Patientenmord vor Gericht

Patientenmörder Högel: Landgericht Oldenburg setzt Mindesthaftzeit auf 28 Jahre fest

85-facher Mord an Klinikpatienten, heimtückische Medikamenteninjektionen und ein erschüttertes Vertrauen in medizinische Einrichtungen – das Landgericht Oldenburg hat die Mindesthaftzeit für den Ex-Pfleger Niels Högel auf 28 Jahre festgesetzt. Eine Bewährungsaussetzung nach 15 Jahren lehnte das Gericht ab. Ob Högel 2037 tatsächlich freikommt, hängt von einem psychiatrischen Gutachten ab.
Symbolbild einer Infusion am Krankenbett.
Sterbehilfe vor Gericht

Assistierter Suizid: Psychiater erneut wegen Totschlags verurteilt

Über vier Jahre Haft für einen 83-jährigen Psychiater aus Datteln – das Essener Landgericht sieht im erneuten Fall einer Freitod-Begleitung einen Totschlag. Der Arzt hatte 2023 einem psychisch kranken Patienten Sterbehilfe geleistet, obwohl dieser laut Gericht nicht selbstverantwortlich entscheiden konnte. Der Mediziner habe dies erkannt, aber bewusst medizinische Standards missachtet – aus dem Selbstverständnis heraus, einziger Experte auf diesem Gebiet zu sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Einbrecher mit Handschuhen und Brechstange bricht Fenster auf
Internationale Ermittlungen

Görlitzer Klinik erhält gestohlene Endoskope nach weltweiter Fahndung zurück

Fast ein Jahrzehnt nach einem spektakulären Medizintechnik-Diebstahl tauchen zwei hochwertige Endoskope aus dem St. Carolus-Krankenhaus Görlitz wieder auf. Internationale Ermittlungen von Europol bis FBI führten zur Sicherstellung – nun prüft die Klinik, ob die Geräte nach ihrer Odyssee über drei Kontinente noch einsatzfähig sind.
Polizeiabsperrband vor Notaufnahme
Gewalt im Klinikalltag

Angriff in Erlanger Notaufnahme: Tatverdächtiger soll in Psychiatrie

Nach einem Angriff auf eine Polizistin in der Notaufnahme des Waldkrankenhauses Erlangen und dem darauf folgenden Schusswechsel ordnet ein Gericht nun die vorläufige Unterbringung des 35‑jährigen Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Klinik an. Hinweise auf eingeschränkte Schuldfähigkeit verändern die juristische Bewertung des Falls.
Rotes Apotheken-Logo: Symbolbild zur Klage gegen dm wegen Online-Angebot apothekenpflichtiger Arzneimittel
Apothekenrecht

Wettbewerbszentrale klagt gegen dm wegen Online-Verkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel

Die Wettbewerbszentrale (WZ) lässt prüfen, ob die Drogeriemarktkette dm apothekenpflichtige Medikamente in ihrem Webshop platzieren darf, obwohl dort zugleich Drogerieartikel verkauft werden. Streitpunkt ist die Vermischung des Sortiments und der Versand über eine konzernnahe tschechische Versandapotheke. Vor dem Landgericht Karlsruhe (LG Karlsruhe) geht es damit um die Auslegung von Arzneimittel‑ und Apothekenrecht sowie um grundlegende Fragen der Arzneimittelversorgung in Deutschland.
Gynäkologe Joachim Volz im Gerichtssaal
Teilurteil

Abtreibungsverbot Lippstadt: LAG kippt pauschales Verbot der Nebentätigkeit

Vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Hamm erzielte Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg gegen den katholischen Träger des Klinikums Lippstadt: Die Richterinnen und Richter erklärten eine Anordnung, die seine Nebentätigkeit in der Bielefelder Privatpraxis pauschal untersagte, für rechtswidrig. Die interne Dienstanweisung, Abtreibungen im Klinikum nur in engen Ausnahmefällen zuzulassen, bestätigte das LAG jedoch.
Chefarzt Joachim Volz klagt auf sein Recht auf Abtreibung
Patientinnenversorgung

Abtreibungsverbot im Klinikum Lippstadt: Berufung vor dem Landesarbeitsgericht

Chefarzt Joachim Volz klagt gegen das Abtreibungsverbot des katholischen Klinikträgers in Lippstadt, das nach einer Klinikfusion medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche untersagt. Die Berufungsverhandlung vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Hamm steht an; Volz ruft zur Demo und zeigt sich optimistisch. Eine Entscheidung könnte die Versorgungslage beeinflussen und mögliche Rechtswege bis zum Bundesarbeitsgericht (BAG) eröffnen.
Zwischenbericht der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen; zu sehen ist die Titelseite mit blauem Layout und Landeswappen.
Organisierter Betrug unter der Lupe

Bayerns Justiz zieht Bilanz: Fast 2.000 Betrugsfälle im Gesundheitswesen

Organisierte Betrugsstrukturen, fingierte Leistungen und Millionenverluste: Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Nürnberg verzeichnet fast 2.000 Fälle in 5 Jahren. Der finanzielle Schaden reicht in Millionenhöhe.
Babyfüße
Tragödie in russischer Klinik

Neugeborene sterben in Russland: Festnahmen nach Klinikfällen

In einer Klinik in Nowokusnezk in Russland sind innerhalb weniger Tage neun Neugeborene gestorben. Ermittler werfen dem Chefarzt und einem Stationsleiter schwere Pflichtverstöße vor. Die Behörden sprechen von gravierenden Missständen auf der Intensivstation für Säuglinge und haben umfangreiche Untersuchungen eingeleitet.
Universitätsmedizin Essen
Ermittlungen gegen Krankenpfleger

Sexualdelikte an Uniklinik Essen: Ermittler finden weitere Opfer

Ein Krankenpfleger steht unter Verdacht, Patienten an der Uniklinik Essen sexuell missbraucht zu haben. Die Polizei hat mehrere mutmaßliche Opfer identifiziert und umfangreiches Datenmaterial gesichert.
Hacker und Cyberattacken
Cyberangriff auf Klinikdaten

Ameos-Hack: Patientendaten durch Cyberangriff gefährdet

Ein Hackerangriff auf den Klinikverbund Ameos hat sensible Daten von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden gefährdet. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar. Betroffene können online prüfen, ob ihre Daten betroffen sind. Behörden und IT-Forensiker arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung – die Versorgung blieb laut Unternehmen gesichert.
Auswahl an Verhügungsmitteln
Zwangsverhütung ohne Einwilligung

Spiralen-Skandal in Grönland: Dänemark bittet um Verzeihung

Ohne ihr Einverständnis wurden grönländischen Frauen und Mädchen Spiralen eingesetzt – teils im Kindesalter. Jahrzehnte später bittet Dänemark offiziell um Entschuldigung. Auch Grönlands Regierung räumt Fehler ein. 143 Betroffene klagen nun auf Entschädigung.