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Rhythmologie

Der Themenbereich „Rhythmologie“ bietet Ihnen kompakt aufbereitete Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie kardialer Rhythmusstörungen. Sie finden hier praxisrelevante News, Studiendaten und Leitlinien-Updates rund um Vorhofflimmern, ventrikuläre Arrhythmien, Synkopen sowie moderne interventionelle Verfahren und Device-Therapien.

Sie erhalten schnell einen Überblick darüber, welche diagnostischen Strategien und therapeutischen Ansätze für Ihre klinische Praxis relevant sind und wie sich neue Evidenz auf den Versorgungsalltag auswirkt. Die Schwerpunktseite „Rhythmologie“ unterstützt Sie dabei, komplexe Zusammenhänge einzuordnen und Ihre Entscheidungen in der kardiologischen Versorgung sicher und evidenzbasiert zu treffen.

Neuste Artikel

Eine Pflegerin untersützt eine älere Dame im Rollstuhl beim schneiden eines Apfels. Im Hintergrund sind Bäume und Grünflächen zu sehen.
Schlaganfall verhindern oder Blutungen riskieren?

Hochbetagte mit Vorhofflimmern profitieren nicht von jedem Blutverdünner

Pflegeheimbewohner mit Vorhofflimmern gehören zu den Patienten mit dem höchsten Schlaganfallrisiko, erhalten jedoch oft keine Antikoagulation aus Sorge vor Blutungen und Stürzen. Eine US-Kohortenstudie zeigt klare Unterschiede zwischen Apixaban, Rivaroxaban und Warfarin: Alle untersuchten Antikoagulanzien senken das Schlaganfallrisiko, doch nur Apixaban erzielt eine günstige Nutzen-Risiko-Bilanz und reduziert zudem die Sterblichkeit.
Radfahrer Fahrrad fahren
Radsport im Visier

Je mehr Ausdauersport, desto mehr Vorhofflimmern – Radfahrer besonders betroffen

Regelmäßige Bewegung schützt Herz und Gefäße – doch bei extrem hohen Trainingsumfängen kippt der protektive Effekt offenbar ins Gegenteil. Eine belgische Querschnittsanalyse an knapp 4.000 Männern mittleren Alters zeigt eine kontinuierlich steigende Prävalenz von Vorhofflimmern und -flattern mit zunehmender kumulativer Ausdauerbelastung. Besonders auffällig: Nur eine einzige Sportart ließ sich unabhängig vom Trainingsumfang mit atrialen Arrhythmien in Verbindung bringen – und zwar nicht das Laufen oder Schwimmen.
Schwimmern Sport
Kardiorespiratorische Fitness

Sportliche Jugend zahlt sich aus – trotz leicht erhöhtem Vorhofflimmern-Risiko

Junge Ausdauersportler mit exzellenter kardiorespiratorischer Fitness gelten als Risikogruppe für späteres Vorhofflimmern. Doch wie relevant ist dieser Zusammenhang wirklich – und wie steht er im Verhältnis zum kardiovaskulären Nutzen? Eine schwedische Kohortenstudie mit über 1,1 Millionen Wehrpflichtigen liefert erstmals einen geschwisterkontrollierten Blick auf die Langzeitbilanz. Das Ergebnis relativiert bisherige Bedenken deutlich – und rückt die präventive Bedeutung körperlicher Leistungsfähigkeit im Jugendalter in ein neues Licht.
Herz mit Gefäßen vor schwarzem Hintergrund - Vorhofflimmern
Erstlinientherapie neu gedacht

Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern

Bislang verlangen Leitlinien vor einer Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern einen Therapieversuch mit Antiarrhythmika. Dass dieser Umweg möglicherweise verzichtbar ist, legen aktuelle Daten einer internationalen randomisierten Studie nahe. Die direkt eingesetzte Pulsed Field Ablation erreichte nach 12 Monaten eine fast doppelt so hohe Erfolgsrate wie die medikamentöse Rhythmuskontrolle – bei vergleichbarer Sicherheit. Ein möglicher Paradigmenwechsel für die rhythmologische Versorgung.
Eine medizinische Fachkraft arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm und davor erscheinen holografische Darstellungen eines stilisierten menschlichen Körpers mit medizinischen Daten sowie ein Symbol für künstliche Intelligenz
KI-Auswertung von Schrittmacherdaten

Vorhofflimmerlast bei Schrittmacher-Patienten: KI-Analyse entlastet Schlaganfallrisiko

Wie stark beeinflusst die Vorhofflimmerlast tatsächlich das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Device-detektiertem Vorhofflimmern? Eine KI-gestützte Auswertung von über 11.000 Herzschrittmacherberichten der NOAH – AFNET 6 Studie liefert klare Antworten und stellt den routinemäßigen Nutzen einer Antikoagulation in dieser Gruppe erneut infrage.