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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

Ärztin hält Hand einer Patientin
Familienplanung Fertilität

Ungewollte Kinderlosigkeit: Risiko steigt deutlich ab 35

Eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt, dass 34 Prozent der Frauen im reproduktiven Alter innerhalb von zehn Jahren von Infertilität oder Schwangerschaftsverlust betroffen sind. Besonders stark steigen die Fertilitätsbarrieren ab 35 Jahren – mit deutlichen Folgen für die Familienplanung.
Erstmals absolute 10-Jahres-Risiken

Hautkrebsrisiko bei CLL-Patienten verdoppelt

CLL-Erkrankte weisen ein nahezu doppelt so hohes 10-Jahres-Risiko für Hautkrebs auf – vor allem für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die absoluten Risiken für Metastasen und hautkrebsbedingten Tod bleiben jedoch gering. Eine dänische Matched-Kohortenstudie mit über 50.000 Teilnehmenden liefert nun erstmals belastbare absolute Risiken für die klinische Beratung und Surveillance.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
06:01 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Remission einer MASH nach bariatrischer Operation verlängert Überlebensrate | #054: Study Snacks – Gastroenterologie

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) entwickelt sich zunehmend zu einer der zentralen Herausforderungen der modernen Gastroenterologie. Adipositas, Diabetes und das metabolische Syndrom treiben die Prävalenz der chronischen Lebererkrankung kontinuierlich nach oben – mit teils dramatischen Langzeitfolgen: Über Jahre hinweg kann eine MASH in eine Leberzirrhose münden und die leberbedingte Mortalität deutlich erhöhen.
Closeup of female hand with IV drip infusion in treatment session at hospital
Platinresistentes Ovarialkarzinom

Pembrolizumab plus Paclitaxel erzielt erstmals signifikanten Überlebensvorteil

Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 belegt erstmals einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil durch die Kombination aus Pembrolizumab und wöchentlichem Paclitaxel – mit besonders ausgeprägtem Nutzen bei PD-L1-positiven Tumoren. Die Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) und die European Medicines Agency (EMA) ist bereits erfolgt.
Globus auf Weltkarte mit Spielfiguren drum herum
Klimawandel Geburtstrends

Weniger Jungen bei Hitze: Temperatur beeinflusst Geburtenverhältnis

Auswertungen von mehr als fünf Millionen Lebendgeburten aus 33 Ländern südlich der Sahara und Indien zeigen einen klaren Zusammenhang – ab einem Schwellenwert von 20 Grad Celsius steigt das Risiko spontaner Fehlgeburten, und männliche Nachkommen sind überproportional betroffen. Regionale Unterschiede im Trimester-Timing machen das Bild komplex.
Tired stressed old mature business woman suffering from headache at work. Upset sick senior middle aged lady massaging head feeling migraine from overwork or menopause using computer at home office.
Wechseljahre

Während der Menopause nimmt die graue Substanz ab und die psychische Belastung steigt

Eine Auswertung mit über 124.000 Frauen zeigt messbare Einbußen bei Gedächtnis, Konzentration und emotionaler Stabilität nach der Menopause – verbunden mit einem Verlust grauer Substanz in relevanten Hirnarealen. Die Hormonersatztherapie (HRT) konnte diese Effekte nicht abmildern und ging teils sogar mit stärkeren psychischen Beschwerden einher.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Erhaltungsstrategie auf dem Prüfstand

Magenkarzinom: Camrelizumab basierte Erhaltungstherapie verlängert Gesamtüberleben

Magenkarzinom und Erhaltungstherapie: In der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens gehören Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zum Standard – doch welche Erhaltungsstrategie nach der Induktion optimal ist, war bislang offen. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Antworten: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab-Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben, während eine zusätzliche antiangiogene Komponente keinen Mehrwert zeigt.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC); Illustration
Hoffnung bei BPDCN

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat überzeugt bei seltenem Blutkrebs

Pivekimab Sunirin erreicht in der Phase-I/II-Studie CADENZA bei der seltenen, aggressiven blastischen plasmazytoiden dendritischen Zellneoplasie (BPDCN) eine Ansprechrate von 75% bei de-novo-Erkrankten und ein medianes Gesamtüberleben von 16,6 Monaten. Das CD123-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat hat das Potenzial, die Erstlinientherapie neu zu definieren.
Papier-Silhouette eines Embryos mit rotem Herz vor rosa Hintergrund: Symbolbild für Abtreibung
Mammakarzinom Risikofaktoren

Brustkrebsrisiko nach Abtreibung und Fehlgeburt: Registerdaten geben Entwarnung

Brustkrebsrisiko und Schwangerschaftsabbruch: Eine bevölkerungsbasierte Registeranalyse aus Finnland mit über 31.000 Brustkrebspatientinnen liefert klare Ergebnisse – weder induzierte Abtreibungen noch Fehlgeburten sind mit einem erhöhten Risiko für prä- oder postmenopausales Mammakarzinom assoziiert. Auch Anzahl und Zeitpunkt spielen keine Rolle.
Lymphknoten (Illustration), einer der Knoten ist angeschnitten sodass man in sein Inneres blicken kann.
Strukturverlust mit Prognose assoziiert

DLBCL: Stromazellen verlieren ihre Architektenfunktion im Lymphknoten

Beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom bricht die räumliche Ordnung im Lymphknoten zusammen. Entzündliche Signale programmieren Stromazellen um, strukturgebende Chemokine gehen verloren und die Lymphknotenarchitektur bricht zusammen..All dies geht bei DLBCL-Patietnen mit einem signifikant schlechteren Gesamtüberleben einher. Klinisch relevant ist aktuell allem die prognostische Bedeutung: Chemokin-Signaturen könnten als Biomarker dienen, um aggressive Verläufe frühzeitig zu erkennen.
Fuß eines asiatischen Mannes: Zwei Hände massieren die Fußsohle eines nackten Fußes, der auf einem Holzboden aufliegt.
Einfaches Tool erleichtert Therapieplanung

Fünf klinische Risikofaktoren ermöglichen TIPN-Vorhersage vor Therapiebeginn

Bis zu 70% der mit Taxanen behandelten Patientinnen entwickeln eine periphere Neuropathie – wirksame Präventionsstrategien existieren bislang kaum. Ein neues, prospektiv validiertes Risikomodell auf Basis von 5 klinischen Parametern ermöglicht es, besonders gefährdete Patientinnen bereits vor Chemotherapiebeginn zu identifizieren. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Risikogruppe lag die Neuropathierate um fast 37 Prozentpunkte auseinander.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Individuelle Risikoabschätzung

Autoantikörper sagen Nebenwirkungen der Melanom-Immuntherapie voraus

Schwere Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren beim metastasierten Melanom lassen sich möglicherweise vorab erkennen: 47 prätherapeutische Autoantikörper sind mit immunbedingten Komplikationen assoziiert – fünf davon prädizieren zuverlässig immunvermittelte Kolitiden über alle Therapieformen hinweg.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.