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Studien

Damit Sie relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen schnell in den Praxisalltag integrieren, bündelt diese Übersicht klinisch bedeutsame Studien, Metaanalysen und Versorgungsdaten. Unsere Fachredaktion sichtet die aktuelle Datenlage kontinuierlich und ordnet neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Prävention zielgerichtet für den medizinischen Alltag ein.

Neuste Artikel

3D-Darstellung des Inneren des Dickdarms mit Polypen und endoskopischem Instrument zur Resektion
Schonender operieren

Minimalinvasive Darmkrebs-Resektion senkt Mortalitätsrisiko bei Hochrisikopatienten deutlich

Minimalinvasive Resektionen bei Darmkrebs reduzieren die 90-Tage-Mortalität gegenüber offenen Eingriffen um fast zwei Drittel – besonders Hochbetagte und multimorbide Patienten profitieren. Doch gerade diese Risikogruppe erhält den schonenderen Eingriff am seltensten. Eine aktuelle Studie legt eine klare Versorgungslücke offen.
Person legt eine Probe für einen FIT-Stuhltest in einen Behälter, um sie per Post zur Untersuchung einzusenden.
Zwei Screening-Wege im direkten Vergleich

Darmkrebs-Screening: Koloskopie und FIT-Test nahezu gleichauf

Koloskopie oder FIT-Stuhltest – welches Darmkrebs-Screening schützt besser? Eine aktuelle Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren verhindern den Großteil der Darmkrebsfälle und Todesfälle zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr. Die Koloskopie hat bei der Inzidenz leicht die Nase vorn, die Kombination beider Methoden erzielt die besten Resultate.
Menopause Schriftzug mit Medikamenten
Wechseljahre

Menopausen-Hormontherapie erhöht das Mortalitätsrisiko nicht

Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit über 870.000 Frauen zeigt, dass die Hormontherapie (MHT) das Mortalitätsrisiko nicht erhöht. Frauen nach Ovarektomie profitierten sogar mit einem um bis zu 34 Prozent geringeren Sterberisiko. Was die Daten für die Praxis bedeuten.
Eizelle bei künstlicher Befruchtung unter dem Mikroskop
Krebsrisiko Reproduktionsmedizin

Krebsrisiko nach künstlicher Befruchtung: Manche Krebsarten treten häufiger, andere seltener auf

Krebsrisiko und assistierte Reproduktion: Eine Kohortenstudie mit über 417.000 Frauen zeigt, dass die Gesamtkrebsinzidenz nach Kinderwunschbehandlung nicht signifikant von der Allgemeinbevölkerung abweicht. Allerdings treten Gebärmutterkrebs und invasive Melanome häufiger auf – während Gebärmutterhals- sowie Lungenkrebs seltener diagnostiziert werden. Was das für die Nachsorge bedeutet.
Darmkrebs, Darmkarzinom, Darmneoplasie, 3D-Darstellung eines bösartigen Tumors im Darm
Neuer Therapiestandard

Atezolizumab halbiert Rückfallrisiko bei dMMR-Darmkrebs im Stadium III

Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III profitieren erheblich von einer adjuvanten Immuntherapie: Die Kombination aus Atezolizumab und mFOLFOX6 senkt das Risiko für Rückfall oder Tod um 50% gegenüber alleiniger Chemotherapie. Die ATOMIC-Studie etabliert damit einen neuen biomarkerbasierten Behandlungsstandard – bereits verankert in den NCCN-Leitlinien.
Makrophagen
Ovarialkarzinom Immuntherapie

Ovarialkarzinom: Wie der Fettstoffwechsel im Omentum die Immunantwort blockiert

Fettstoffwechsel und Immunevasion beim Ovarialkarzinom: Im fettreichen Omentum laden sich tumorassoziierte Makrophagen mit Lipiden auf, geraten unter oxidativen Stress und unterdrücken die T-Zell-Antwort. Neue Daten zeigen, dass die gezielte Blockade von CCR5- oder CD36-Signalwegen die Immunabwehr reaktivieren und das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren verbessern könnte.
Gefäß mit Blutkörperchen
Seltene Vaskulitis-Risiken

Vaskulitis und Schwangerschaft: Höhere Risiken für Frühgeburt und Präeklampsie

Schwangere mit systemischer Vaskulitis tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für Frühgeburten sowie hypertensive Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie oder Eklampsie. Neue Studienergebnisse zeigen, wie stark die Gefäßgröße den Verlauf beeinflusst – und warum eine engmaschige Überwachung essenziell bleibt.
Drei bunte Würfel mit Buchstaben, die zusammengesetzt das Wort HPV ergeben
HPV-Impfung Zervixkarzinom

HPV-Impfung: 18 Jahre stabiler Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

HPV-Impfung und Zervixkarzinom-Prävention: Schwedische Registerdaten aus 18 Jahren und über 926.000 Teilnehmerinnen zeigen, dass die quadrivalente Humane-Papillomavirus (HPV)-Impfung das Gebärmutterhalskrebs-Risiko dauerhaft senkt – ohne nachlassenden Schutz. Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Impfung vor dem 17. Lebensjahr.
Globale Krebsrisiken

Brustkrebs weltweit: Zunahme der Erkrankungen durch vermeidbare Risiken

Brustkrebs bleibt weltweit die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen – und vermeidbare Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Tabakkonsum und metabolische Veränderungen treiben die Krankheitslast weiter an. Neue globale Daten zeigen: Bis 2050 könnte die Zahl der Neuerkrankungen dramatisch steigen.
Nackte Frau tastet Achseln auf Knoten ab
Brustkrebstherapie

Komplementär- und Alternativmedizin bei Brustkrebs: Verringertes Überleben trotz Kombination mit Standardtherapie

Patientinnen, die KAM zusätzlich zur Standardtherapie nutzen, haben eine niedrigere 5-Jahres-Überlebensrate als Frauen mit ausschließlich konventioneller Behandlung. Eine Analyse von über zwei Millionen Brustkrebspatientinnen zeigt zudem, dass KAM-Nutzerinnen seltener endokrine Therapie und Bestrahlung erhalten – mit messbaren Folgen für die Prognose.
Kaiserschnittnarbe
Psychische Belastung Geburt

Akuter Stress nach ungeplantem Kaiserschnitt: Wie stark Mütter belastet sind

Ungeplante Kaiserschnitte gehen häufig mit ausgeprägten akuten Stressreaktionen einher – deutlich stärker als nach vaginalen oder geplanten Operationen. Neue Studiendaten zeigen, wie stark die psychische Belastung je nach Geburtsphase variiert und warum Fachärzte diese frühen Stresssignale gezielt berücksichtigen sollten.
Gebärmutter-Grafik mit reproduktiven Symbolen darum
Ovarialkarzinom‑Risiken

Ovarialkarzinom: Reproduktive Faktoren beeinflussen das Erkrankungsrisiko

Reproduktive Faktoren wie Menarchezeitpunkt, Stilldauer, Parität und hormonelle Therapien beeinflussen das Risiko für ein Ovarialkarzinom erheblich. Eine große koreanische Kohorte zeigt deutliche Unterschiede zwischen prä- und postmenopausalen Frauen – und legt nahe, dass maßgeschneiderte Präventionsstrategien künftig wichtiger werden.

Medizinische Studien: FAQ – Häufige Fragen

Die Auswahl konzentriert sich auf Arbeiten mit hoher Relevanz für die evidenzbasierte Medizin. Dazu gehören primär randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), systematische Reviews, Metaanalysen sowie große Kohorten- und Registerstudien. Ergänzt wird die Berichterstattung durch aktuelle Daten aus der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, um auch langfristige Trends im Real-World-Kontext abzubilden.