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Versorgungsengpass Blutspende

Blutkonserven werden knapp: Kliniken müssen planbare Operationen verschieben

|von dpa

Die Blutvorräte in mehreren Bundesländern sind auf ein kritisches Niveau gesunken. Nach Angaben des DRK liegen die Bestände teilweise unter der wichtigen Sicherheitsgrenze von 10.000 Konserven. Kliniken können nur noch eingeschränkt beliefert werden, planbare Eingriffe müssen teils verschoben werden. Besonders die universell einsetzbare Blutgruppe 0 negativ ist Mangelware.

Blutkonserven hängen an einem Ständer in der Produktionsstätte für Blutprodukte.
Knappe Blutkonserven zwingen Kliniken in mehreren Bundesländern dazu, planbare Operationen zu verschieben – Notfälle bleiben weiterhin versorgt. (© Marcel Kusch/dpa)

In mehreren Bundesländern werden die Blutkonserven knapp. «Wir sind jetzt unter der Grenze von 10.000 Konserven», sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen. Ab dieser Grenze könnten Kliniken nur noch eingeschränkt beliefert werden. Notfälle seien weiter abgedeckt, aber planbare Operationen müssten gegebenenfalls geschoben werden.

Hitzewelle und Erkältungzeit bringen Blutbanken an ihre Grenzen

Im November und Dezember gehe es dann auch richtig mit der Erkältungszeit los, sagte er weiter. «Das macht uns auch ein bisschen Sorgen.» Spender müssten eine Woche von einem Infekt genesen sein, bei Fieber sogar 4 Wochen. Um wieder auf ein sicheres Polster zu kommen, seien im gesamten Einzugsgebiet rund 3.000 Spenden täglich nötig. «Wir sind dankbar um jeden Spender und jede Spenderin.»

Die vergangenen Monate seien generell schwierig gewesen. Losgegangen sei das mit der Hitzewelle im Juni, als viele Menschen angesichts von Temperaturen über 40 Grad nicht zum Blutspenden gegangen seien. Nun habe sich die Lage zugespitzt. «Normal ist das nicht für diese Jahreszeit», sagte der Sprecher.

Besonders großer Engpass bei Blutgruppe 0

Besonders bei den wichtigen Blutgruppen 0 positiv, 0 negativ oder B negativ fehle es im Moment. Teils reichten die Vorräte nur für 2 Tage, es komme aber auch immer wieder Nachschub. Am wichtigsten sei die Blutgruppe 0 negativ, weil die universell einsetzbar sei.

Nachem jede Blutspende in 3 Bestandteile – Erythrozyten, Thrombozyten und Plasma – aufgeteilt wird, könne eine Spende 3 Leben retten, so der Sprecher. Die Haltbarkeiten sind aber teilweise gering. Demnach halten Thrombozytenkonzentrate, idie insbesondere für Chemotherapien eingesetzt werden, lediglich 4 Tage.

Wer spenden will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sollte sich vorab einen Termin buchen. Vor der Spende sollte man ausreichend essen und trinken und einen Ausweis mitbringen.


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