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HPV‑Impfung schützt vor Feigwarzen: Schutz, Therapie und Impfempfehlungen

|von dpa

Feigwarzen sind häufige sexuell übertragbare Hautveränderungen, ausgelöst durch Humane Papillomviren (HPV). Neben dem Schutz vor HPV‑assoziierten Krebserkrankungen bewahrt der Impfstoff Gardasil 9 auch vor den Typen, die Feigwarzen verursachen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät zur Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren; wer die Impfung verpasst hat, kann sie bis zum 18. Geburtstag nachholen. Bei Verdacht auf Warzen sind Gynäkologen, Urologen oder Hautärzte die Ansprechpartner.

Junge Frau erhält Impfung in den Arm
Bei Verdacht auf Genitalwarzen sollten Betroffene Gynäkologinnen, Urologinnen oder Hautärztinnen aufsuchen, da Behandlungsoptionen von Kryotherapie bis zu chirurgischen Verfahren reichen.(© Stefan Puchner/dpa)

Huch, warum habe ich auf einmal kleine Hubbel im Intimbereich? Wer so eine Beobachtung an Penis oder Vulva macht, ist erst einmal beunruhigt.

Gut möglich, dass es sich dabei um Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, handelt. Diese gutartigen Hautveränderungen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten.

Feigwarzen – wie sie entstehen

Die Warzen können einzeln oder in Gruppen vorkommen und haben meist einen Durchmesser von einem bis fünf Millimeter, erklärt das Portal «gesundheitsinformation.de». Manchmal sind sie etwas dunkler als die Haut, die sie umgibt.

Ausgelöst werden Feigwarzen durch bestimmte Humane Papillomviren (HPV), so die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und die Deutsche STI Gesellschaft (DSTIG). Das ist eine Gruppe von Viren, von denen einige Typen auch Krebsarten wie Gebärmutterhals- oder Analkrebs auslösen können.

Vorbeugen mit Impfung, Kondomgebrauch und Beratungsangeboten

HPV gelten als hochansteckend. Übertragen werden sie bei engem Körperkontakt über Haut und Schleimhäute – etwa beim Sex. Durch winzig kleine Verletzungen, etwa durch eine vorangegangene Intimrasur, finden die Viren den Weg in die Haut.

«Kondome bieten nur einen begrenzten Schutz, da die Viren auch über infizierte Hautareale außerhalb des Kondoms übertragen werden können», so Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI Gesellschaft.

Übrigens: Nicht jede Infektion mit den entsprechenden HPV-Typen führt automatisch zu Feigwarzen. Und: Es können zudem, wie es auf «gesundheitsinformation.de» heißt, mehrere Monate zwischen der Ansteckung und dem Auftauchen von Feigwarzen vergehen. Bei Frauen sind es im Durchschnitt drei Monate, bei Männern sogar elf.

Therapieoptionen: Von Kryotherapie bis Laserbehandlung

Sie können jucken, schmerzen aber nur selten: Feigwarzen sind lästig, aber immerhin nicht gefährlich. Sie können zwar von allein abheilen – darauf verlassen kann man sich aber nicht. Am besten sucht man bei Verdacht auf Feigwarzen Gynäkologin, Urologen oder Hautärztin auf.

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die zum Teil auch kombiniert werden. Es gibt der DDG und der DSTIG zufolge:

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