Die European Society of Gynaecological Oncology spricht sich in einem Expertenkonsens dafür aus, bei geeigneten Patientinnen die opportunistische Salpingektomie in Erwägung zu ziehen. Demnach kann das Verfahren das Risiko für tubo‑ovarielle Ovarialkarzinome um bis zu 80 Prozent senken, ohne Hinweise auf kurzfristige Einbußen der Ovarialfunktion. Da randomisierte Langzeitdaten fehlen, bleiben jedoch offene Fragen zur langfristigen Sicherheit.
Opportunistische Salpingektomie senkt Ovarialkarzinom‑Risiko bis zu 80 Prozent
Ein Ovarialkarzinom wird bei vielen Frauen erst spät erkannt, da die Symptome häufig erst auftreten, wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist. Dabei hängt die Prognose stark davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung entdeckt wird.
Häufig entsteht ein Ovarialkarzinom aus Zellen des Eileiters. Bereits seit einiger Zeit wird darum über die opportunistische Salpingektomie zur Senkung des Ovarialkrebsrisikos diskutiert. Doch wie effizient ist die Entfernung der Eileiter tatsächlich? Kann sie das Risiko wirklich senken? Ja, sagt die European Society of Gynaecological Oncology, die nun einen entsprechenden Expertenkonsens veröffentlicht hat:
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