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Ovarialkarzinom‑Risiken

Ovarialkarzinom: Reproduktive Faktoren beeinflussen das Erkrankungsrisiko

|von Daniela Lukaßen-Held

Reproduktive Faktoren wie Menarchezeitpunkt, Stilldauer, Parität und hormonelle Therapien beeinflussen das Risiko für ein Ovarialkarzinom erheblich. Eine große koreanische Kohorte zeigt deutliche Unterschiede zwischen prä- und postmenopausalen Frauen – und legt nahe, dass maßgeschneiderte Präventionsstrategien künftig wichtiger werden.

Gebärmutter-Grafik mit reproduktiven Symbolen darum
Frühe Menarche erhöht das Ovarialkarzinomrisiko, während Parität und Stilldauer es senken können (© VectorMine/stock.adobe.com).

Zu den Risikofaktoren für ein Ovarialkarzinom gehören etwa hormonelle Faktoren, ein höheres Lebensalter sowie Adipositas.

Eine Studie zeigt: Auch reproduktive Faktoren spielen eine entscheidende Rolle, was zu Generationsunterschieden im Hinblick auf das Risiko für ein Ovarialkarzinom führt. In ihre Studie bezogen die Wissenschaftler 2.285.774 Frauen in Korea ein. Sie waren 40 Jahre oder älter. 

Früher Menarchebeginn als Risikofaktor bei Prä- und Postmenopause

In der Nachbeobachtungszeit wurden 10.729 Fälle von Eierstockkrebs registriert. Deutlich wurde, dass etwa eine frühe Menarche bei prämenopausalen Frauen als auch bei postmenopausalen Frauen mit einem erhöhten Risiko für ein Ovarialkarzinom assoziiert war. Frauen, die mindestens zwei Kinder auf die Welt gebracht hatten und die in den 1930er bis 1950er Jahren geboren waren, hatten hingegen ein geringeres Risiko.

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Quellen

Kim JH et al. AMA Netw Open. 2026 Feb 2;9(2):e2556840. doi: 10.1001/jamanetworkopen.2025.56840. PMID: 41632476; PMCID: PMC12869340.

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