Startseite Gynäkologie Paracetamol in der Schwangerschaft: Keine erhöhte Autismus‑Rate laut Meta‑Analyse
Medikamentensicherheit

Paracetamol in der Schwangerschaft: Keine erhöhte Autismus‑Rate laut Meta‑Analyse

|von Daniela Lukaßen-Held

Eine umfassende Übersichtsarbeit wertete 43 Studien aus, in die Meta‑Analyse flossen 17 Studien ein: Eine Exposition gegenüber Paracetamol während der Schwangerschaft war demnach nicht mit einem erhöhten Risiko für eine Autismus‑Spektrum‑Störung (ASS) assoziiert. Ebenso fanden sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für geistige Behinderung oder eine Aufmerksamkeitsdefizit‑Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die stärkeren Signale früherer Beobachtungsstudien könnten durch genetische oder umweltbedingte Störfaktoren erklärt sein; unbehandelte Fieber und Schmerzen stellen für Mutter und Kind jedoch ebenfalls Risiken dar.

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Paracetamol wird in der Schwangerschaft häufig eingesetzt; die aktuelle Meta‑Analyse fand jedoch keine erhöhte Autismus‑Rate nach pränataler Exposition. (© Jae C. Hong/AP/dpa)

Bei Fieber und Schmerzen greifen Frauen auch in der Schwangerschaft häufig zu Paracetamol. Allerdings wird immer wieder darüber diskutiert, ob die Einnahme des Medikaments die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann.

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Quellen

D’Antonio, Francesco et al. The Lancet Obstetrics, Gynaecology, & Women’s Health, Volume 0, Issue 0

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