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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Weit geöffneter Mund mit Blick auf Zunge und Mundschleimhaut
Zuverlässig – auch ohne Skalpell

Bürstentest ersetzt schmerzhafte Biopsie zur Diagnostik von Mundhöhlenkarzinomen

Ein neuer Multigen-mRNA-Bürstentest aus England erkennt Mundhöhlenkarzinome zuverlässig und ohne Skalpell. Mit einer Falsch-Positiv-Rate von 4,9% und einer Falsch-Negativ-Rate von 4,3% erlaubt er eine präzise Risikostratifizierung. Damit rückt eine schmerzfreie, wiederholbare Alternative sowohl zur Früherkennung als auch zur Überwachung von Mundhöhlen-Plattenepithelkarzinomen zur Gewebebiopsie in greifbare Nähe – zuerst muss jedoch ein geeigneter Industriepartner gefunden werden.
Übergewichtige Frau walkt
Semaglutid, Tirzepatid, Sleeve-Gastrektomie

Bariatrische Chirurgie erreicht kombinierte Therapieziele häufiger als GLP-1-Analoga

Laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2025 17,9 Prozent der Erwachsenen in Deutschland adipös. Für die Betroffenen geht das mit großen gesundheitlichen Risiken einher. So sind sie etwa häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen betroffen. Adipositas und Typ-2-Diabetes gehen häufig Hand in Hand – hier haben sich die therapeutischen Optionen deutlich erweitert. Direkte Vergleiche zwischen den modernen GLP-1- bzw. GIP/GLP-1-Analoga und der bariatrischen Chirurgie unter Alltagsbedingungen sind jedoch rar.
Eine Besprechungsrunde am Tisch von oben gesehen
Mehr Krebs, höhere Mortalität

Lange Sitzphasen sind ein eigenständiger Krebs-Risikofaktor – Bewegung schützt

Nicht die Gesamtdauer, sondern die Länge einzelner Sitzphasen beeinflusst das Krebsrisiko. Aber auch die Krebsmortalität erhöht sich durch langes, ununterbrochenes Sitzen – und zwar um 9% pro zusätzlicher Stunde. Es lässt sich aber auch mit einfachen Mitteln gegensteuern: Kurze Bewegungspausen senken das Risiko messbar und sind damit ein neuer Ansatz für die Krebsprävention.
Schwangere auf der Waage
Schwangerschaft

Mehr Risiken für Mutter und Kind durch GLP-1-Rezeptoragonisten?

Die Verwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten hat Experten zufolge bei Frauen im reproduktiven Alter zugenommen. Doch wie steht es um die Sicherheit in der frühen Schwangerschaft?
weiße Kapseln und Tabletten
Erhöhtes Rezidivrisiko in großer Kohortenstudie

Kalziumsupplemente bei kardiovaskulärer Vorerkrankung – riskant vor allem ohne Vitamin D

Kalziumpräparate gelten als harmlose Unterstützung der Knochengesundheit – doch bei Patientinnen und Patienten mit bereits manifester kardiovaskulärer Erkrankung könnte die Rechnung anders aussehen. Eine populationsbasierte Kohortenstudie aus Hongkong mit über 35.000 gematchten Personen liefert nun deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für erneute kardiovaskuläre Ereignisse. Besonders auffällig: Männer und Anwender einer reinen Kalzium-Monotherapie ohne Vitamin D trifft es stärker. Die Ergebnisse werfen Fragen zur Verordnungspraxis in einer besonders vulnerablen Patientengruppe auf.
Zwei Gläser Wein, eins rot, eins weiß
Die versteckte Gefahr im Glas

Alkohol und Krebs: Ein Tröpfchen schadet nicht?

Alkoholkonsum ist gesellschaftlich anerkannt. Doch wie gefährlich sind bereits geringe Mengen mit Blick auf das Krebsrisiko? Besonders gastroenterologische Krebsarten wie Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leberkrebs zeigen eine klare Verbindung zu Alkohol – auch bei niedrigem Konsum.
Eine Patientin erhält Augentropfen zur Pupillenerweiterung vor einer Augenuntersuchung
Weniger Aufwand, gleicher Nutzen

Fundusfotografie erleichtert das Retinopathie-Screening bei Diabetes

Die Fundusfotografie ist eine praxistaugliche Alternative für das Retinopathie-Screening bei Diabetes: Ihr Nutzen ist dem der Ophthalmoskopie zwar „nur" vergleichbar, die Fundusfotografie bietet aber viele organisatorische Vorteile. Da das Weittropfen der Pupillen meist entfällt, könnte das Screening künftig auch dezentral, hausärztlich oder telemedizinisch stattfinden und mehr Diabetiker erreichen.
Reanimation Herzdruckmassage
Reanimationsregister 2025

Herz-Kreislauf-Stillstand: 65.000 außerklinische Reanimationen pro Jahr

Rund 350 Menschen erleiden in Deutschland täglich einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb der Klinik, bei 65.000 Betroffenen leitet der Rettungsdienst pro Jahr eine Reanimation ein. Die Überlebensrate stagniert bei elf Prozent, die Eintreffzeit bleibt hinter dem Ziel zurück – doch Laien und First Responder tragen zunehmend zur Rettungskette bei.
Different medicines: tablets, pills in blister pack, medications drugs, macro, selective focus, copy space, blue toned.
Zwischen etablierter Praxis und möglichen Risiken

Infektionen nach Cholezystektomie: Was bringt die perioperative Antibiotikagabe?

Die perioperative Antibiotikagabe gehört bei Patienten mit leichter oder mäßiger akuter Cholezystitis oftmals zum Standardprogramm. Aber was bringt sie wirklich?
Nahaufnahme eines Sportlers in Laufkleidung im Park, der sich mit beiden Händen an sein schmerzendes Knie fasst. Das Knie ist durch eine rote Färbung als Schmerzzentrum markiert, zudem sind die Ober- und Unterschenkelknochen angedeutet. Im Hintergrund ist unscharf ein weiterer Läufer zu sehen.
Weniger Sitzen, mehr Bewegung

EULAR hat die Bewegungsempfehlungen bei Arthritis und Arthrose aktualisiert

Regelmäßige körperliche Aktivität und kürzere Sitzzeiten gehören bei entzündlicher Arthritis und Arthrose in die Regelversorgung. Die EULAR hat ihre aktualisierten Empfehlungen vor Kurzem publziert und dabei erstmals sedentäres Verhalten, digitale Anwendungen und verhaltensbezogene Strategien systematisch berücksichtigt. Unsere 7 praxisorientierten Handlungsempfehlungen geben konkrete Orientierung für Screening, Beratung und individuelle Bewegungsverordnung – von der strukturierten Verordnung nach FITT-VP-Prinzip bis zum gezielten Einsatz von Wearables und kurzen Aktivitätsphasen im Alltag.
Arzt nimmt Spritze aus Schublade
Kardiovaskuläre Risikofaktoren

Lipoprotein(a): Warum der unterschätzte Blutwert das Herzinfarkt-Risiko verrät

Ein erhöhter Lipoprotein(a)-Wert steigert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK erheblich – und bleibt dennoch oft unerkannt. Rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Zwei Experten erklären, warum eine einmalige Blutuntersuchung genügt und was aus einem auffälligen Befund folgt.
Frau mit Haarbürste in der viele ausgefallene Haare zu sehen sind
Neues Sicherheitssignal?

GLP-1-Rezeptoragonisten erhöhen Risiko für Haarausfall bei Typ-2-Diabetes

Semaglutid, Tirzepatid & Co. stehen im Verdacht, Haarausfall zu begünstigen – ein Verdacht, den eine Target-Trial-Emulation-Analyse jetzt erneut bestätigt: Unter GLP-1-Rezeptoragonisten ist das Risiko für eine klinisch dokumentierte Alopezie signifikant höher als unter SGLT2- oder DPP-4-Inhibitoren. Betroffen ist vor allem die nicht vernarbende, meist reversible Form – ein für Beratung und Therapietreue relevanter Nebeneffekt, auch wenn das absolute Risiko gering bleibt.

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