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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Eine Person misst ihren Blutdruck mit einem elektronischen Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
Ein Zielwert für alle hat ausgedient

Ischämischer Schlaganfall: Reperfusionsangepasste Blutdrucksenkung nach Thrombektomie verbessert Outcome

Nach erfolgreicher endovaskulärer Thrombektomie erreicht rund die Hälfte der Betroffenen trotz angiografisch gelungener Reperfusion kein zufriedenstellendes funktionelles Ergebnis. Bisherige Studien zur intensivierten Blutdrucksenkung enttäuschten – oder schadeten sogar. Ein neuer Ansatz differenziert die systolischen Zielwerte nach dem tatsächlichen Reperfusionsgrad und liefert erstmals positive Ergebnisse: mehr funktionell unabhängige Patienten nach 90 Tagen, weniger hämorrhagische Transformationen – ohne Zunahme schwerer Ereignisse.
Vorsichtig überprüft eine Krankenschwester auf einer Frühchenstation den korrekten Sitz einer Sauerstoffsonde am winzigen Fuß eines erst wenige Tage alten Frühchens in einer Klinik
Aufnahmestopp nach Ausbruch

Enterobacter-Ausbruch in Paderborner Kinderklinik: Frühchen stirbt an Sepsis

Auf der Neugeborenen-Intensivstation der Paderborner St. Louise Kinderklinik ist ein Frühchen nach einer Enterobacter-Infektion an einer schweren Sepsis gestorben, ein weiteres kämpft ums Überleben. Bei vier Kindern wurde das Darmbakterium nachgewiesen. Die Klinik hat Neuaufnahmen ausgesetzt und sucht mit dem Gesundheitsamt nach der Infektionsquelle.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Zervixkarzinom

HPV-Impfung – und wie sie die Sterberate senken kann

4.388 Frauen sind im Jahr 2022 in Deutschland nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten neu an Gebärmutterhalskrebs erkrankt, 1.413 Sterbefälle wurden verzeichnet. Zuverlässigen Schutz - so zeigen verschiedene Studien - bietet die Impfung gegen Humane Papillomviren.
Eine 3D-Illustration verschiedener blauer und violetter Viren und Bakterien auf dunkelblauem Hintergrund
Dritthäufigste Todesursache

Infektionen bei Diabetes – ein unterschätztes Risiko mit potenziell tödlichen Folgen

Infektionen bei Diabetes werden noch immer unterschätzt, dabei sind sie häufig, verlaufen oft schwer und sind nicht selten tödlich – sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes und Prädiabetes. Bei Typ-2-Diabetes sind Infektionen – nach Herzerkrankungen und Krebs – sogar die dritthäufigste Todesursache. Entscheidend ist dabei nicht nur der HbA1c-Wert an sich, sondern auch seine Variabilität. Umso wichtiger erscheint eine effiziente Glukosekontrolle und die Früherkennung von Infektionen in der täglichen Praxis. Auch in den Leitlinien sollte das Infektionsmanagement stärker zum Tragen kommen.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Wenn Bürstenzytologie und CA 19-9 an ihre Grenzen stoßen

Omics-Diagnostik beim perihilären Cholangiokarzinom: Wege aus der diagnostischen Grauzone

Unklare hiläre Gallengangstrikturen bleiben eine der schwierigsten diagnostischen Situationen in der Hepatologie – besonders bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis. Bürstenzytologie, FISH und CA 19-9 liefern zu oft unklare Befunde und verzögern kurative Therapieoptionen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet, wie proteomische, genomische, methylomische, metabolomische und lipidomische Analysen aus Galle, Serum und Bürstenmaterial die Diagnostik des perihilären Cholangiokarzinoms auf eine neue molekulare Grundlage stellen könnten.
Eine pflegebedürftige Seniorin sitzt auf ihrem Bett, aufgenommen beim Besuch einer ambulanten Pflegekraft in der Wohnung der Patientin.
Rekordsommer mit tödlichen Folgen

Traurige Höchstmarke: RKI schätzt 14.000 Hitzetote bis Anfang August

Das RKI legt neue Schätzungen zur Übersterblichkeit im Sommer vor: Rund 14.000 hitzebedingte Todesfälle bis Anfang August – mit Spitzenwerten im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Besonders Hochbetagte ab 85 Jahren tragen die Hauptlast, die Hitzewelle Ende Juni forderte allein in einer Woche fast 10.000 Tote.
Außenaufnahme einer Filiale der Drogeriemarktkette dm in der Karlsruher Innenstadt (Aufnahme mit Langzeitbelichtung).
Gesundheit auf dem Einkaufszettel

Herz-Kreislauf-Check bei dm: Drogeriekette drängt in ärztliches Terrain

Herz-Kreislauf-Check zwischen Shampoo und Zahnpasta: dm plant noch in diesem Jahr, Vitaldaten seiner Kundschaft für einen Herz-Kreislauf-Check per Sensorik-Kabine zu erfassen. Parallel weitet die Drogeriekette ihr Augenscreening von 8 auf 30 Filialen aus. Massive Kritik weht dm dabei von Ärzteverbänden um die Nase, zudem steht ein Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Karlsruhe an: Die Wettbewerbszentrale klagt gegen das Augenscreening.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Übergewicht

GLP-1-Agonisten und Brustkrebsrisiko

Übergewicht gilt mit Blick auf Brustkrebs als wichtiger Risikofaktor. Doch wie sind GLP-1-Präparate mit dem Brustkrebsrisiko assoziiert?
USA, Cambridge: Der Schriftzug «moderna» ist am Eingang eines Gebäudes des US-Unternehmens zu sehen
Krebstherapie nach Maß

Individualisierte mRNA-Therapie gegen Melanom besteht Phase-III-Studie

Moderna und Merck & Co melden erstmals den erfolgreichen Abschluss einer Phase-III-Studie mit der personalisierten Neoantigen-Therapie Intismeran Autogene in Kombination mit Keytruda gegen schwarzen Hautkrebs. Das Rückfallrisiko bei fortgeschrittenem Melanom sinkt deutlich – Analysten sprechen von einem Meilenstein für die gesamte mRNA-Onkologie.
Holografische 3D-Darstellung der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen über den ausgestreckten Händen einer Person in medizinischer Kleidung.
Unterschätzte Krankheitslast

Zwei Drittel der pHPT-Patienten entwickeln Endorganschäden – Operation bleibt selten

Der primäre Hyperparathyreoidismus gilt vielfach als harmlose Zufallsdiagnose – doch eine große US-Kohortenstudie mit über 43.000 Betroffenen zeichnet ein anderes Bild: Bereits bei Diagnosestellung weist jeder Zweite Skelett- oder Nierenschäden auf, ein weiteres Drittel entwickelt sie im Verlauf. Obwohl die Parathyreoidektomie das Frakturrisiko nachweislich um 24–63% senkt und die Vorteile die Risiken klar überwiegen, wird nur jeder fünfte Patient mit Endorganschaden operiert.
Auswahl eiweißreicher Lebensmittel mit rohem Fleisch, Fisch, Käse, Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen und frischem Gemüse auf einem Holztisch
Malnutrition jenseits des BMI

Mangelernährung bei geriatrischen Diabetespatienten – eine unterschätzte Gefahr

Bis zu 50 % der geriatrischen Patienten sind mangelernährt, rund ein Drittel dehydriert – bei Diabetes eine gefährliche Konstellation. Unveränderte antidiabetische Medikation trifft auf reduzierte Nahrungsaufnahme und treibt das Hypoglykämierisiko in die Höhe. Weite Kleidung, trockene Haut und stehen gelassene Mahlzeiten sind frühe Warnsignale – dann muss auch die Medikation auf den Prüfstand.
Kinesiotaping der Schulter bei muskuloskelettalen Beschwerden durch eine Physiotherapeut
Kurzfristiger Nutzen, unsichere Evidenz

Kinesiotaping bei muskuloskelettalen Beschwerden auf dem Prüfstand

Kinesiotapes sind in Sport und Physiotherapie allgegenwärtig – doch was leisten sie wirklich bei muskuloskelettalen Erkrankungen? Eine umfassende Analyse liefert ernüchternde Antworten: Unmittelbar und kurzfristig lassen sich Schmerzen zwar lindern und die Funktion verbessern, mittelfristig verpuffen die Effekte weitgehend. Zudem ist die methodische Qualität der Evidenz überwiegend kritisch niedrig.

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