Die Progression der koronaren Kalzifizierung ist ein zentraler Marker für das kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit. Eine zweijährige Supplementation mit dem Vitamin-K2-Homologen Menachinon-7 verlangsamt bei symptomatischen KHK-Patienten die Zunahme des Koronarkalk-Scores signifikant – vor allem, indem sie die Verkalkung bislang nicht kalzifizierter Plaques hemmt. Nebenwirkungen traten in der placebokontrollierten VitaK-CAC-Studie nicht auf.
Vitamin K2 verlangsamt Neuverkalkung koronarer Plaques bei koronarer Herzkrankheit
Die Verkalkung der Koronararterien gilt als etablierter Marker einer fortschreitenden Atherosklerose und korreliert eng mit dem kardiovaskulären Risiko. Vitamin K spielt in diesem Prozess eine zentrale Rolle: Es aktiviert das Matrix-Gla-Protein (MGP), einen der wichtigsten körpereigenen Inhibitoren der vaskulären Kalzifizierung. Ein Vitamin-K-Mangel führt zu inaktivem, unterkarboxyliertem MGP – und damit potenziell zu einer beschleunigten Gefäßverkalkung. Bei Menschen mit Diabetes oder terminaler Niereninsuffizienz konnten frühere Studien bereits zeigen, dass eine Supplementation mit Vitamin K die Progression vaskulärer Verkalkungen bremsen kann. Ob dieser Effekt auch bei Patienten mit symptomatischer koronarer Herzkrankheit (KHK) greift, war bislang jedoch offen.
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