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Im Themenbereich "Kardiologie" werden aktuelle Inhalte zu Herz‑ und Gefäßerkrankungen veröffentlicht, die für die ärztliche Praxis von unmittelbarer Relevanz sind. Dazu zählen neue Studiendaten, Leitlinienanpassungen und fachliche Einschätzungen zu Diagnostik, Therapie und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.

Die Beiträge zeigen, welche Entwicklungen die kardiologische Versorgung aktuell prägen und wie sich neue Erkenntnisse klinisch einordnen lassen. Sie Seite "Kardiologie" richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die relevante Informationen gezielt erfassen und fachliche Entscheidungen sicher auf aktueller Evidenz aufbauen möchten.

Neuste Artikel

Arzt nimmt Spritze aus Schublade
Kardiovaskuläre Risikofaktoren

Lipoprotein(a): Warum der unterschätzte Blutwert das Herzinfarkt-Risiko verrät

Ein erhöhter Lipoprotein(a)-Wert steigert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK erheblich – und bleibt dennoch oft unerkannt. Rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Zwei Experten erklären, warum eine einmalige Blutuntersuchung genügt und was aus einem auffälligen Befund folgt.
Schwimmern Sport
Kardiorespiratorische Fitness

Sportliche Jugend zahlt sich aus – trotz leicht erhöhtem Vorhofflimmern-Risiko

Junge Ausdauersportler mit exzellenter kardiorespiratorischer Fitness gelten als Risikogruppe für späteres Vorhofflimmern. Doch wie relevant ist dieser Zusammenhang wirklich – und wie steht er im Verhältnis zum kardiovaskulären Nutzen? Eine schwedische Kohortenstudie mit über 1,1 Millionen Wehrpflichtigen liefert erstmals einen geschwisterkontrollierten Blick auf die Langzeitbilanz. Das Ergebnis relativiert bisherige Bedenken deutlich – und rückt die präventive Bedeutung körperlicher Leistungsfähigkeit im Jugendalter in ein neues Licht.
Blutdruckmessung
Herz-Hirn-Achse

Nicht Hypertonie, sondern Hypotonie – der unterschätzte Risikofaktor für Alzheimer

Der Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und Morbus Alzheimer gilt als etabliert – doch welche kardiale Diagnose wiegt am schwersten? Eine Auswertung zweier großer Biobanken mit fast 800.000 Teilnehmenden liefert überraschende Erkenntnisse. Nicht Hypertonie oder Myokardinfarkt, sondern die vergleichsweise wenig beachtete Hypotonie zeigt die stärkste und robusteste Assoziation mit der Alzheimer-Demenz.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Marathon-Läufer
Endspurt mit Risiko

Plötzlicher Herzstillstand beim Marathon: Männer auf der Zielgeraden besonders gefährdet

Die letzten Meter eines Langstreckenlaufs sind offenbar die gefährlichsten – vor allem für männliche Läufer. Eine Pariser Registerauswertung über mehr als ein Jahrzehnt zeigt eine deutliche Häufung plötzlicher Herzstillstände im Schlusskilometer, verbunden mit einem auffälligen geschlechtsspezifischen Beschleunigungsmuster. Trotz umfangreicher kardiologischer Abklärung blieb bei knapp der Hälfte der Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bemerkenswert hoch fiel hingegen die Überlebensrate aus – mit Implikationen für die medizinische Absicherung von Großveranstaltungen.
Herz mit Gefäßen vor schwarzem Hintergrund - Vorhofflimmern
Erstlinientherapie neu gedacht

Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern

Bislang verlangen Leitlinien vor einer Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern einen Therapieversuch mit Antiarrhythmika. Dass dieser Umweg möglicherweise verzichtbar ist, legen aktuelle Daten einer internationalen randomisierten Studie nahe. Die direkt eingesetzte Pulsed Field Ablation erreichte nach 12 Monaten eine fast doppelt so hohe Erfolgsrate wie die medikamentöse Rhythmuskontrolle – bei vergleichbarer Sicherheit. Ein möglicher Paradigmenwechsel für die rhythmologische Versorgung.
Pfeile
Klug entscheiden

DGIM veröffentlicht 5 neue Empfehlungen für die Innere Medizin

Fünf neue „Klug entscheiden"-Empfehlungen der DGIM aus Gastroenterologie und Kardiologie geben Ärzten praxisnahe Orientierung zu Mangelernährung bei Krebs, Barrett-Ösophagus, Reizdarmsyndrom, Bewegungstherapie bei Herz-Kreislauf-Risiko und dem neuen CHA₂DS₂-VA-Score bei Vorhofflimmern – für das richtige Maß zwischen Über-, Unter- und Fehlversorgung.
Rotes Warnschild mit Ausrufezeichen und Aufschrift „Hitzewelle" vor blauem Himmel.
Sicher durch die Hitze

CALOR-Liste: Praxishilfe für hitzesensible Medikationsanpassung

Hitzewellen werden häufiger – und viele Dauermedikamente erhöhen bei hohen Temperaturen das Risiko für Dehydratation, Elektrolytstörungen oder Nierenversagen. Die neue CALOR-Liste aus dem Projekt ADAPT-HEAT bündelt evidenzbasierte und konsentierte Hinweise zu 27 hitzerelevanten Wirkstoffklassen. Sie unterstützt Praxisteams dabei, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Beratung zu strukturieren und Monitoring gezielt anzupassen – ohne die Grundtherapie zu gefährden.
Grafische Darstellung mit zahlreichen ineinander liegenden Symbolen für weiblich und männlich in Blau und Rosa auf unscharfem Hintergrund.
Organschutz ungleich verteilt

Gender Health Gap in der Diabetologie: Systemisches Defizit, kein Einzelfall

Frauen mit Typ-2-Diabetes erhalten lebensverlängernde, organschützende Therapien deutlich seltener als Männer – trotz häufig sogar größerem Nutzen. Real-World-Daten zeigen ein systematisches Versorgungsdefizit. Gleichzeitig belegt ein datenbasiertes Modell: Geschlechtersensible Präzisionsmedizin kann Therapieversagen um 38% reduzieren und Komplikationen wirksam senken.
Hand schieben einen Holzwürfel mit rotem Kreuz nach vorne, ein Würfel mit grünem Haken bleibt im Hintergrund
OPTIMAL-Studie rüttelt an der IVUS-Empfehlung

Hauptstamm-PCI: IVUS-Guidance ohne klinischen Mehrwert gegenüber Angiografie

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) gilt bei der perkutanen Koronarintervention (PCI) am ungeschützten linken Hauptstamm vielerorts als Standard – und wird in aktuellen Leitlinien mit Klasse-Ia-Empfehlung geführt. Eine internationale randomisierte Studie mit über 800 Patienten relativiert diese Position nun deutlich: Nach knapp 3 Jahren Nachbeobachtung zeigte sich kein Vorteil der IVUS-gestützten gegenüber der rein angiografisch gesteuerten Prozedur – weder bei Mortalität noch bei Myokardinfarkten oder Revaskularisationen. Auch die Schlaganfallrate überraschte.
Eine medizinische Fachkraft arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm und davor erscheinen holografische Darstellungen eines stilisierten menschlichen Körpers mit medizinischen Daten sowie ein Symbol für künstliche Intelligenz
KI-Auswertung von Schrittmacherdaten

Vorhofflimmerlast bei Schrittmacher-Patienten: KI-Analyse entlastet Schlaganfallrisiko

Wie stark beeinflusst die Vorhofflimmerlast tatsächlich das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Device-detektiertem Vorhofflimmern? Eine KI-gestützte Auswertung von über 11.000 Herzschrittmacherberichten der NOAH – AFNET 6 Studie liefert klare Antworten und stellt den routinemäßigen Nutzen einer Antikoagulation in dieser Gruppe erneut infrage.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.