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Im Themenbereich "Kardiologie" werden aktuelle Inhalte zu Herz‑ und Gefäßerkrankungen veröffentlicht, die für die ärztliche Praxis von unmittelbarer Relevanz sind. Dazu zählen neue Studiendaten, Leitlinienanpassungen und fachliche Einschätzungen zu Diagnostik, Therapie und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.

Die Beiträge zeigen, welche Entwicklungen die kardiologische Versorgung aktuell prägen und wie sich neue Erkenntnisse klinisch einordnen lassen. Sie Seite "Kardiologie" richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die relevante Informationen gezielt erfassen und fachliche Entscheidungen sicher auf aktueller Evidenz aufbauen möchten.

Neuste Artikel

Papier auf Tisch, um den mehrere Klinikmitarbeiter sitzen.
Nephrologie

CKD-Risikoprognose: Routinedaten ersetzen eGFR und Albuminurie

Eine Bonner Analyse mit fast 30 000 Patienten zeigt, dass sich Nierenersatztherapie, Herzinsuffizienz und Mortalität allein aus Kassendaten erstaunlich präzise vorhersagen lassen – mit AUC-Werten bis 0,97. SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.
angeborener Herzfehler
Versorgungslücke

Angeborener Herzfehler im Erwachsenenalter: 200.000 ohne Nachsorge

Über 200.000 Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) in Deutschland sind nicht an spezialisierte Versorgungsstrukturen angebunden. Die Folgen reichen von unentdeckter Herzinsuffizienz über Vorhofflimmern bis zum plötzlichen Herztod. Eine neue Kampagne der Deutschen Herzstiftung soll Betroffene und Ärzte für die lebenslange EMAH-Nachsorge sensibilisieren.
Tablette und Glas Wasser werden von einer Krankenschwester an einen Patienten gereicht
Vaskulärer Doppelnutzen

Bempedoinsäure schützt Beine: 36% weniger schwere Extremitätenereignisse bei pAVK

Bei statinintoleranten Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) reduziert Bempedoinsäure nicht nur kardiovaskuläre, sondern auch schwere Extremitätenereignisse deutlich. Eine vorspezifizierte Analyse der CLEAR-Outcomes-Studie zeigt einen Rückgang erster schwerwiegender Extremitätenereignisse (MALE) um 36% und der Gesamtereignislast um 45%. Damit rückt der ATP-Citrat-Lyase-Inhibitor als Option ins Blickfeld, wenn Statine nicht toleriert werden – mit klinisch relevantem Nutzen auf gleich zwei vaskulären Endpunkten.
Intensivstation
Psychische Belastung nach Herzinfarkt

Jeder achte Herzpatient traumatisiert: Psychotherapie auf der Intensivstation wirkt

Herzpatienten auf der Intensivstation erleben ein Spannungsfeld aus maximaler Medizintechnik und existenzieller Hilflosigkeit. Rund zwölf Prozent entwickeln Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Frühzeitige psychologische Interventionen, Entspannungsverfahren und Hypnotherapie können den Krankheitsverlauf messbar verbessern und den Therapieerfolg entscheidend mitprägen.
Frau geht im Wald walken
Kardiovaskuläre Prävention

Herzgesundheit im Patientengespräch: Fünf Tipps für die Praxis

Herzstiftung, niedergelassene Kardiologen und Apothekerverbände nennen fünf Ansatzpunkte für die Beratung – von Blutdruck- und Cholesterinkontrolle über Rauchstopp und Gewichtsreduktion bis zu Schlaf und Impfungen. Starkes Argument: Innerhalb von zwei Jahren nach dem Rauchstopp halbiert sich das Herzinfarktrisiko.
Blutplättchen
Zeitfenster mit Prognosewert

Gastrointestinale Blutung bei Herzpatienten – Timing der Antithrombotika entscheidet

Nach einer gastrointestinalen Blutung verstirbt jeder vierte kardiovaskulär vorerkrankte Patient innerhalb eines Jahres. Die internationale INTERBLEED-Kohortenstudie mit 3.814 Teilnehmenden zeigt, dass nicht die Blutung selbst, sondern das Aussetzen der antithrombotischen Therapie die kardiovaskuläre Prognose maßgeblich verschlechtert. Eine Wiederaufnahme zwischen dem 4. und 30. Tag halbiert das MACE-Risiko – ohne die Rate an Rezidivblutungen zu erhöhen. Die Daten liefern erstmals prospektive Evidenz für ein günstiges Zeitfenster.
DNA‑Strang mit digitalem Datenmuster
Eine Aminosäure trennt zwei schwere Herzerkrankungen

RBM20-Mutation entscheidet über Verlauf erblicher Kardiomyopathien

Ein einziger Aminosäure-Austausch im Herzprotein RBM20 kann darüber entscheiden, ob Betroffene eine dilatative oder eine Non-Compaction-Kardiomyopathie entwickeln. Forschende aus Würzburg und Heidelberg zeigen mit Stammzellmodellen und CRISPR, wie die Mutation den Kalziumhaushalt der Herzzellen stört – und liefern erste Hinweise auf mutationsspezifische Therapien mit Verapamil.
Herz-Kreislaufsystem
Neuer Gefäßschutz

Herzinfarkt-Schutz durch körpereigenen Botenstoff S1P entdeckt

Ein neuer Therapieansatz gegen Schlaganfall und Herzinfarkt zeichnet sich ab. Forschende der Universität Düsseldorf zeigen, dass der körpereigene Botenstoff S1P direkt in den Blutgefäßen einen Schutzmechanismus gegen Thrombosen aktiviert – und das ohne das gefürchtete Blutungsrisiko klassischer Antikoagulanzien. Für Risikopatienten könnte sich damit eine völlig neue Perspektive öffnen.
Reanimation
Hilfe bei Herzstillstand

Wiederbelebung: Weltrekordversuch in Bielefeld gegen Herzstillstand

Wiederbelebung rund um die Uhr: Im Bielefelder Franziskus Hospital soll eine Woche lang nonstop reanimiert werden – ein Weltrekordversuch, der die miserable Laienreanimationsquote in Deutschland verbessern soll. Denn bei Herz-Kreislauf-Stillstand entscheiden Minuten über Leben und Tod – und das Warten auf den Rettungsdienst ist meist zu spät.
Typischer, in der Klinik gebräuchlicher Medikamentendispenser mit vielen unterschiedichen Tabletten und Kapseln
Nur 15% leitliniengerecht behandelt

Herzinsuffizienz: Vierfachtherapie nach Klinik selten komplett

Nach einer Klinikeinweisung wegen Herzinsuffizienz scheitert die leitliniengerechte medikamentöse Therapie (Guideline-Directed Medical Therapy, GDMT) oft schon am ersten Rezept. Eine aktuelle JAMA-Kohortenstudie mit 6.111 Hospitalisierungen zeigt, dass 54% der neuen Verordnungen innerhalb von 7 Tagen nicht eingelöst werden und nach 6 Monaten nur die Hälfte der Patienten ihre GDMT-Medikation fortführt.
Blutplättchen
DAPT über 12 Monate hinaus – ein Plus?

Verlängerte duale Plättchenhemmung senkt ischämisches Risiko bei Mehrgefäß-KHK

Bei Patienten mit koronarer Mehrgefäßerkrankung ist nach Implantation eines medikamentenfreisetzenden Stents eine 12-monatige duale Plättchenhemmung Standard. Ob eine Fortführung darüber hinaus zusätzlichen Schutz bietet, war lange unklar. Eine große chinesische Studie liefert nun belastbare Daten: Wer nach einem Jahr ereignisfrei bleibt und die Kombination aus Clopidogrel und Azetylsalizylsäure für weitere 12 Monate fortsetzt, profitiert klinisch – ohne relevantes Blutungsrisiko.
Dreidimensionale Darstellung einer Proteinstruktur mit Alpha-Helices und Beta-Faltblättern vor einem digitalen Datenhintergrund
Molekulare Warnsignale schon im Jugendalter nachweisba

CKMD beginnt im Kinderzimmer: Proteine verraten das Risiko Jahrzehnte vor der Erkrankung

Kardiovaskuläre, renale und metabolische Erkrankungen entstehen nicht erst im Erwachsenenalter. Eine umfangreiche Proteomanalyse zeigt, dass sich die biologischen Weichen für spätere Herzinfarkte, Diabetes, Fettleber und Nierenerkrankungen bereits im Kindes- und Jugendalter stellen. Tausende Blutproteine offenbaren dabei Risikomuster, die klassischen Screeningverfahren oft verborgen bleiben und sogar therapeutisch beeinflussbar sein könnten.