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Kardiologie

Im Themenbereich "Kardiologie" werden aktuelle Inhalte zu Herz‑ und Gefäßerkrankungen veröffentlicht, die für die ärztliche Praxis von unmittelbarer Relevanz sind. Dazu zählen neue Studiendaten, Leitlinienanpassungen und fachliche Einschätzungen zu Diagnostik, Therapie und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.

Die Beiträge zeigen, welche Entwicklungen die kardiologische Versorgung aktuell prägen und wie sich neue Erkenntnisse klinisch einordnen lassen. Sie Seite "Kardiologie" richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die relevante Informationen gezielt erfassen und fachliche Entscheidungen sicher auf aktueller Evidenz aufbauen möchten.

Neuste Artikel

Reste von gerauchten Zigaretten liegen in einem Aschenbecher.
Tabakentwöhnung

E-Zigaretten schlagen Nikotinpflaster in der Rauchentwöhnung

Nikotinhaltige Vapes führen doppelt so häufig zum Rauchstopp wie klassische Nikotinersatztherapien: Eine Cochrane-Übersichtsarbeit mit fast 30.000 Teilnehmern weist Abstinenzraten von 8–10% nach. Fachleute mahnen dennoch zur Vorsicht, denn Abhängigkeit und langfristige Gesundheitsrisiken durch den Vape-Konsum bleiben bestehen.
Ältere Frau misst mit einem digitalen Handgelenk-Blutdruckmessgerät ihren Blutdruck.
Kein Freibrief zum pauschalen Absetzen

Weniger Blutdrucksenker, gleiche Sicherheit, mehr Lebensqualität für gebrechliche Hochbetagte?

Blutdrucksenker bei gebrechlichen Hochbetagten: Eine große französische Studie im New England Journal of Medicine belegt, dass eine kontrollierte Reduktion der Antihypertensiva weder Sterblichkeit noch kardiovaskuläre Komplikationen erhöht. Geriater Athanase Benetos plädiert für einen Paradigmenwechsel weg von starren Zielwerten hin zu individueller Therapieanpassung.
Arzt untersucht Hand einer älteren Patientin.
Alterserkrankungen im Wandel

Herzinfarkt seltener, Krebs häufiger: Medizinischer Fortschritt verschiebt Krankheitslast

Herzinfarkt, Schlaganfall und Hüftfraktur werden seltener, Krebsdiagnosen dagegen häufiger – und immer mehr Patienten überleben schwere Erkrankungen deutlich länger. Eine neue Auswertung schwedischer Registerdaten des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung und des Karolinska-Instituts zeigt, wie Prävention und bessere Therapien die Krankheitslast im Alter grundlegend verändern.
Eine Person misst ihren Blutdruck mit einem elektronischen Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
Ein Zielwert für alle hat ausgedient

Ischämischer Schlaganfall: Reperfusionsangepasste Blutdrucksenkung nach Thrombektomie verbessert Outcome

Nach erfolgreicher endovaskulärer Thrombektomie erreicht rund die Hälfte der Betroffenen trotz angiografisch gelungener Reperfusion kein zufriedenstellendes funktionelles Ergebnis. Bisherige Studien zur intensivierten Blutdrucksenkung enttäuschten – oder schadeten sogar. Ein neuer Ansatz differenziert die systolischen Zielwerte nach dem tatsächlichen Reperfusionsgrad und liefert erstmals positive Ergebnisse: mehr funktionell unabhängige Patienten nach 90 Tagen, weniger hämorrhagische Transformationen – ohne Zunahme schwerer Ereignisse.
Außenaufnahme einer Filiale der Drogeriemarktkette dm in der Karlsruher Innenstadt (Aufnahme mit Langzeitbelichtung).
Gesundheit auf dem Einkaufszettel

Herz-Kreislauf-Check bei dm: Drogeriekette drängt in ärztliches Terrain

Herz-Kreislauf-Check zwischen Shampoo und Zahnpasta: dm plant noch in diesem Jahr, Vitaldaten seiner Kundschaft für einen Herz-Kreislauf-Check per Sensorik-Kabine zu erfassen. Parallel weitet die Drogeriekette ihr Augenscreening von 8 auf 30 Filialen aus. Massive Kritik weht dm dabei von Ärzteverbänden um die Nase, zudem steht ein Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Karlsruhe an: Die Wettbewerbszentrale klagt gegen das Augenscreening.
weiße Kapseln und Tabletten
Erhöhtes Rezidivrisiko in großer Kohortenstudie

Kalziumsupplemente bei kardiovaskulärer Vorerkrankung – riskant vor allem ohne Vitamin D

Kalziumpräparate gelten als harmlose Unterstützung der Knochengesundheit – doch bei Patientinnen und Patienten mit bereits manifester kardiovaskulärer Erkrankung könnte die Rechnung anders aussehen. Eine populationsbasierte Kohortenstudie aus Hongkong mit über 35.000 gematchten Personen liefert nun deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für erneute kardiovaskuläre Ereignisse. Besonders auffällig: Männer und Anwender einer reinen Kalzium-Monotherapie ohne Vitamin D trifft es stärker. Die Ergebnisse werfen Fragen zur Verordnungspraxis in einer besonders vulnerablen Patientengruppe auf.
Reanimation Herzdruckmassage
Reanimationsregister 2025

Herz-Kreislauf-Stillstand: 65.000 außerklinische Reanimationen pro Jahr

Rund 350 Menschen erleiden in Deutschland täglich einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb der Klinik, bei 65.000 Betroffenen leitet der Rettungsdienst pro Jahr eine Reanimation ein. Die Überlebensrate stagniert bei elf Prozent, die Eintreffzeit bleibt hinter dem Ziel zurück – doch Laien und First Responder tragen zunehmend zur Rettungskette bei.
Arzt nimmt Spritze aus Schublade
Kardiovaskuläre Risikofaktoren

Lipoprotein(a): Warum der unterschätzte Blutwert das Herzinfarkt-Risiko verrät

Ein erhöhter Lipoprotein(a)-Wert steigert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK erheblich – und bleibt dennoch oft unerkannt. Rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Zwei Experten erklären, warum eine einmalige Blutuntersuchung genügt und was aus einem auffälligen Befund folgt.
Schwimmern Sport
Kardiorespiratorische Fitness

Sportliche Jugend zahlt sich aus – trotz leicht erhöhtem Vorhofflimmern-Risiko

Junge Ausdauersportler mit exzellenter kardiorespiratorischer Fitness gelten als Risikogruppe für späteres Vorhofflimmern. Doch wie relevant ist dieser Zusammenhang wirklich – und wie steht er im Verhältnis zum kardiovaskulären Nutzen? Eine schwedische Kohortenstudie mit über 1,1 Millionen Wehrpflichtigen liefert erstmals einen geschwisterkontrollierten Blick auf die Langzeitbilanz. Das Ergebnis relativiert bisherige Bedenken deutlich – und rückt die präventive Bedeutung körperlicher Leistungsfähigkeit im Jugendalter in ein neues Licht.
Blutdruckmessung
Herz-Hirn-Achse

Nicht Hypertonie, sondern Hypotonie – der unterschätzte Risikofaktor für Alzheimer

Der Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und Morbus Alzheimer gilt als etabliert – doch welche kardiale Diagnose wiegt am schwersten? Eine Auswertung zweier großer Biobanken mit fast 800.000 Teilnehmenden liefert überraschende Erkenntnisse. Nicht Hypertonie oder Myokardinfarkt, sondern die vergleichsweise wenig beachtete Hypotonie zeigt die stärkste und robusteste Assoziation mit der Alzheimer-Demenz.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Marathon-Läufer
Endspurt mit Risiko

Plötzlicher Herzstillstand beim Marathon: Männer auf der Zielgeraden besonders gefährdet

Die letzten Meter eines Langstreckenlaufs sind offenbar die gefährlichsten – vor allem für männliche Läufer. Eine Pariser Registerauswertung über mehr als ein Jahrzehnt zeigt eine deutliche Häufung plötzlicher Herzstillstände im Schlusskilometer, verbunden mit einem auffälligen geschlechtsspezifischen Beschleunigungsmuster. Trotz umfangreicher kardiologischer Abklärung blieb bei knapp der Hälfte der Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bemerkenswert hoch fiel hingegen die Überlebensrate aus – mit Implikationen für die medizinische Absicherung von Großveranstaltungen.