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Nephrologie

CKD-Risikoprognose: Routinedaten ersetzen eGFR und Albuminurie

|von Stephanie Schikora

Eine Bonner Analyse mit fast 30 000 Patienten zeigt, dass sich Nierenersatztherapie, Herzinsuffizienz und Mortalität allein aus Kassendaten erstaunlich präzise vorhersagen lassen – mit AUC-Werten bis 0,97. SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.

Papier auf Tisch, um den mehrere Klinikmitarbeiter sitzen.
Chronische Nierenerkrankung: Routinedaten aus Krankenkassen liefern präzise Prognosen zu Nierenersatztherapie, Herzinsuffizienz und Mortalität – auch ohne Laborwerte. (© Have a nice day/stock.adobe.com)

Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) und eine Albuminurie gelten als zentrale Parameter für die Risikostratifizierung chronischer Nierenerkrankungen. Zusammen mit Kalzium, Phosphat, Bikarbonat und Serumalbumin laufen diese Daten in klinisch gut etablierten Risikomodellen zusammen, setzen aber eine vollständige Labordokumentation voraus – und genau daran hapert es im Versorgungsalltag oft.

Zugleich ist der Handlungsdruck groß: Mit fortschreitender Niereninsuffizienz steigen Morbidität, Multimorbidität und Kosten überproportional. Auf Menschen mit CKD-Codierung entfallen Schätzungen zufolge mehr als 10 % der deutschen Gesundheitsausgaben. Ein Bonner Forschungsteam prüfte daher, ob sich renale und kardiovaskuläre Outcomes sowie die Gesamtmortalität allein aus Routineabrechnungsdaten – also ohne einen einzigen Laborwert – zuverlässig prognostizieren lassen.

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