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Kardiologie

Im Themenbereich "Kardiologie" werden aktuelle Inhalte zu Herz‑ und Gefäßerkrankungen veröffentlicht, die für die ärztliche Praxis von unmittelbarer Relevanz sind. Dazu zählen neue Studiendaten, Leitlinienanpassungen und fachliche Einschätzungen zu Diagnostik, Therapie und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.

Die Beiträge zeigen, welche Entwicklungen die kardiologische Versorgung aktuell prägen und wie sich neue Erkenntnisse klinisch einordnen lassen. Sie Seite "Kardiologie" richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die relevante Informationen gezielt erfassen und fachliche Entscheidungen sicher auf aktueller Evidenz aufbauen möchten.

Neuste Artikel

Herz mit Gefäßen vor schwarzem Hintergrund - Vorhofflimmern
Erstlinientherapie neu gedacht

Pulsed Field Ablation verdoppelt fast Erfolgsrate bei persistierendem Vorhofflimmern

Bislang verlangen Leitlinien vor einer Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern einen Therapieversuch mit Antiarrhythmika. Dass dieser Umweg möglicherweise verzichtbar ist, legen aktuelle Daten einer internationalen randomisierten Studie nahe. Die direkt eingesetzte Pulsed Field Ablation erreichte nach 12 Monaten eine fast doppelt so hohe Erfolgsrate wie die medikamentöse Rhythmuskontrolle – bei vergleichbarer Sicherheit. Ein möglicher Paradigmenwechsel für die rhythmologische Versorgung.
Pfeile
Klug entscheiden

DGIM veröffentlicht 5 neue Empfehlungen für die Innere Medizin

Fünf neue „Klug entscheiden"-Empfehlungen der DGIM aus Gastroenterologie und Kardiologie geben Ärzten praxisnahe Orientierung zu Mangelernährung bei Krebs, Barrett-Ösophagus, Reizdarmsyndrom, Bewegungstherapie bei Herz-Kreislauf-Risiko und dem neuen CHA₂DS₂-VA-Score bei Vorhofflimmern – für das richtige Maß zwischen Über-, Unter- und Fehlversorgung.
Rotes Warnschild mit Ausrufezeichen und Aufschrift „Hitzewelle" vor blauem Himmel.
Sicher durch die Hitze

CALOR-Liste: Praxishilfe für hitzesensible Medikationsanpassung

Hitzewellen werden häufiger – und viele Dauermedikamente erhöhen bei hohen Temperaturen das Risiko für Dehydratation, Elektrolytstörungen oder Nierenversagen. Die neue CALOR-Liste aus dem Projekt ADAPT-HEAT bündelt evidenzbasierte und konsentierte Hinweise zu 27 hitzerelevanten Wirkstoffklassen. Sie unterstützt Praxisteams dabei, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Beratung zu strukturieren und Monitoring gezielt anzupassen – ohne die Grundtherapie zu gefährden.
Grafische Darstellung mit zahlreichen ineinander liegenden Symbolen für weiblich und männlich in Blau und Rosa auf unscharfem Hintergrund.
Organschutz ungleich verteilt

Gender Health Gap in der Diabetologie: Systemisches Defizit, kein Einzelfall

Frauen mit Typ-2-Diabetes erhalten lebensverlängernde, organschützende Therapien deutlich seltener als Männer – trotz häufig sogar größerem Nutzen. Real-World-Daten zeigen ein systematisches Versorgungsdefizit. Gleichzeitig belegt ein datenbasiertes Modell: Geschlechtersensible Präzisionsmedizin kann Therapieversagen um 38% reduzieren und Komplikationen wirksam senken.
Hand schieben einen Holzwürfel mit rotem Kreuz nach vorne, ein Würfel mit grünem Haken bleibt im Hintergrund
OPTIMAL-Studie rüttelt an der IVUS-Empfehlung

Hauptstamm-PCI: IVUS-Guidance ohne klinischen Mehrwert gegenüber Angiografie

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) gilt bei der perkutanen Koronarintervention (PCI) am ungeschützten linken Hauptstamm vielerorts als Standard – und wird in aktuellen Leitlinien mit Klasse-Ia-Empfehlung geführt. Eine internationale randomisierte Studie mit über 800 Patienten relativiert diese Position nun deutlich: Nach knapp 3 Jahren Nachbeobachtung zeigte sich kein Vorteil der IVUS-gestützten gegenüber der rein angiografisch gesteuerten Prozedur – weder bei Mortalität noch bei Myokardinfarkten oder Revaskularisationen. Auch die Schlaganfallrate überraschte.
Eine medizinische Fachkraft arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm und davor erscheinen holografische Darstellungen eines stilisierten menschlichen Körpers mit medizinischen Daten sowie ein Symbol für künstliche Intelligenz
KI-Auswertung von Schrittmacherdaten

Vorhofflimmerlast bei Schrittmacher-Patienten: KI-Analyse entlastet Schlaganfallrisiko

Wie stark beeinflusst die Vorhofflimmerlast tatsächlich das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Device-detektiertem Vorhofflimmern? Eine KI-gestützte Auswertung von über 11.000 Herzschrittmacherberichten der NOAH – AFNET 6 Studie liefert klare Antworten und stellt den routinemäßigen Nutzen einer Antikoagulation in dieser Gruppe erneut infrage.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.
Eine medizinische Fachkraft arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm und davor erscheinen holografische Darstellungen eines stilisierten menschlichen Körpers mit medizinischen Daten sowie ein Symbol für künstliche Intelligenz
Neues Tool

Herzinfarktpatienten mit Krebs per KI individuell therapieren

Mit ONCO-ACS präsentiert die Universität Zürich ein KI-basiertes Tool, das erstmals krebsbezogene und kardiovaskuläre Faktoren kombiniert, um Risiken nach einem Herzinfarkt präziser vorherzusagen. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine wirklich personalisierte Behandlung einer besonders gefährdeten Patientengruppe.
Herz mit der Aufschrift Palliativversorgung + Stethoskop
Hoffnung trotz verfehltem Endpunkt

Herzinsuffizienztherapie bei terminalem Krebs: Ärzte vorsichtig optimistisch

Kann eine Herzinsuffizienztherapie die Lebensqualität von Krebspatienten im Endstadium verbessern? Eine Studie aus Deutschland kommt zu einer differenzierten Antwort: Zwar wurde der primäre Endpunkt verfehlt, doch es zeigen sich positive Effekte bei Überlebenden.