Nach erfolgreicher endovaskulärer Thrombektomie erreicht rund die Hälfte der Betroffenen trotz angiografisch gelungener Reperfusion kein zufriedenstellendes funktionelles Ergebnis. Bisherige Studien zur intensivierten Blutdrucksenkung enttäuschten – oder schadeten sogar. Ein neuer Ansatz differenziert die systolischen Zielwerte nach dem tatsächlichen Reperfusionsgrad und liefert erstmals positive Ergebnisse: mehr funktionell unabhängige Patienten nach 90 Tagen, weniger hämorrhagische Transformationen – ohne Zunahme schwerer Ereignisse.
Ischämischer Schlaganfall: Reperfusionsangepasste Blutdrucksenkung nach Thrombektomie verbessert Outcome
Erhöhte systolische Blutdruckwerte nach mechanischer Thrombektomie sind mit hämorrhagischer Transformation, schlechterem funktionellem Verlauf und höherer Mortalität assoziiert. Sechs randomisierte Studien zur intensivierten Blutdrucksenkung blieben jedoch neutral oder zeigten Schaden – vermutlich, weil einheitliche Zielwerte die individuelle Kollateralsituation ignorieren. Die spanische HOPE-Studie prüfte daher einen an den Reperfusionsstatus angepassten Ansatz.
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