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Gefäßerkrankungen beeinflussen Diagnose‑ und Therapiewege weit über die Angiologie hinaus. Der Themenbereich "Angiologie" greift diese Schnittstellen auf und stellt medizinische Inhalte bereit, die vaskuläre Fragestellungen in einen klinisch relevanten Zusammenhang einordnen.

Im Mittelpunkt stehen fundierte Einschätzungen aktueller Entwicklungen und ihre Bedeutung für die Patientenversorgung. Diese Seite bietet eine verlässliche Orientierung, um Gefäßpathologien sicher zu bewerten und therapeutische Entscheidungen auf aktueller Evidenz zu treffen.

Neuste Artikel

Arzt nimmt Spritze aus Schublade
Kardiovaskuläre Risikofaktoren

Lipoprotein(a): Warum der unterschätzte Blutwert das Herzinfarkt-Risiko verrät

Ein erhöhter Lipoprotein(a)-Wert steigert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK erheblich – und bleibt dennoch oft unerkannt. Rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Zwei Experten erklären, warum eine einmalige Blutuntersuchung genügt und was aus einem auffälligen Befund folgt.
Amputationsraten senken, Extremitäten erhalten

GLP-1-Rezeptoragonisten senken Amputations- und Sterberisiko bei Typ-2-Diabetes mit pAVK

Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und peripherer arterieller Verschlusskrankheit waren GLP-1-Rezeptoragonisten im 5-Jahres-Verlauf mit einer signifikant niedrigeren Mortalität, weniger Major- und Minor-Amputationen sowie selteneren Revaskularisationen und Hospitalisierungen assoziiert als eine Metformintherapie. Besonders ausgeprägt fiel der Nutzen bei Betroffenen mit chronisch extremitätenbedrohender Ischämie und Adipositas aus – ein Argument für den frühen Einsatz dieser Substanzklasse in der diabetologischen Versorgung.
Thrombose
Postthrombotisches Syndrom: Stent statt nur Strumpf?

Endovaskuläre Therapie verschafft Patienten mit PTS spürbar Luft

Wenn nach einer tiefen Venenthrombose ein moderates bis schweres postthrombotisches Syndrom bleibt, sind Kompression und konservative Maßnahmen oft das Ende der Fahnenstange – mit überschaubarem Erfolg. Die randomisierte C-TRACT-Studie hat geprüft, ob eine endovaskuläre Rekanalisation der iliakalen Strombahn mit Stentimplantation zusätzlich zur Standardversorgung die Beschwerden und die Lebensqualität messbar verbessert. Die Ergebnisse fallen klar zugunsten der Intervention aus – allerdings nicht ohne Preis.
Eine medizinische Fachkraft arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm und davor erscheinen holografische Darstellungen eines stilisierten menschlichen Körpers mit medizinischen Daten sowie ein Symbol für künstliche Intelligenz
KI-Auswertung von Schrittmacherdaten

Vorhofflimmerlast bei Schrittmacher-Patienten: KI-Analyse entlastet Schlaganfallrisiko

Wie stark beeinflusst die Vorhofflimmerlast tatsächlich das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Device-detektiertem Vorhofflimmern? Eine KI-gestützte Auswertung von über 11.000 Herzschrittmacherberichten der NOAH – AFNET 6 Studie liefert klare Antworten und stellt den routinemäßigen Nutzen einer Antikoagulation in dieser Gruppe erneut infrage.
Blutgerinnsel Thrombus im Gefäß
Häusliche Versorgungslage von Krebspatienten

Antithrombotische Therapie bei Krebs am Lebensende: Blutungsrisiko überwiegt

Eine niederländische Studie mit 2.860 Palliativpatienten dokumentiert deutlich mehr Blutungen als Thrombosen unter antithrombotischer Therapie bei Krebs am Lebensende. Dennoch setzen die meisten Betroffenen Blutverdünner wie DOAKs oder niedermolekulare Heparine bis kurz vor dem Tod fort. Die Daten werfen neue Fragen zu Nutzen und Risiko in der Palliativversorgung auf.
Roter herzförmiger Luftballon liegt auf nassem Asphalt im Regen
Gendermedizin im Fokus

Frauengesundheit: Warum geschlechtersensible Medizin jetzt Priorität bekommt

Symptome bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen häufig übersehen, weil diagnostische Standards auf männlichen Referenzwerten beruhen. Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover fordern die Länder eine geschlechtersensible Ausrichtung von Forschung, Versorgung und ärztlicher Weiterbildung.