Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses zählt jede Sekunde – doch Laien zögern oder handeln unsicher, selbst wenn sie am Telefon von Rettungsleitstellen angeleitet werden. Ein neuartiger, speziell trainierter KI-Agent namens ChatCPR erreichte in einer aktuellen Analyse eine nahezu vollständige Übereinstimmung mit den geltenden Reanimationsleitlinien und übertraf damit menschliche Disponenten in realen Notrufaufzeichnungen deutlich. Ob generische Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude ähnlich zuverlässig anleiten können, prüften die Forschenden im direkten Vergleich.
KI leitet Laienreanimation leitliniengerechter an als menschliche Disponenten
Eine hochwertige, unverzüglich eingeleitete kardiopulmonale Reanimation (cardiopulmonary resuscitation, CPR) ist bei einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand (out-of-hospital cardiac arrest, OHCA) prognoseentscheidend – doch Ersthelfer benötigen dabei fast immer Unterstützung. Bislang übernehmen diese Rolle Disponenten in Rettungsleitstellen, deren Anleitung jedoch variabel und zeitlich verzögert erfolgen kann. Ein US-amerikanisches Forschungsteam prüfte nun in einer Querschnittsstudie, ob künstliche Intelligenz (KI) diese Lücke schließen könnte.
Artikel kostenlos freischalten und weiterlesen
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu exklusiven Artikeln auf Thieme Praxis. Registrieren Sie sich jetzt kostenlos mit wenigen Klicks – oder nutzen Sie Ihren bestehenden Thieme Account.