Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Weniger Blutdrucksenker, gleiche Sicherheit, mehr Lebensqualität für gebrechliche Hochbetagte?
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Weniger Blutdrucksenker, gleiche Sicherheit, mehr Lebensqualität für gebrechliche Hochbetagte?

Blutdrucksenker bei gebrechlichen Hochbetagten: Eine große französische Studie im New England Journal of Medicine belegt, dass eine kontrollierte Reduktion der Antihypertensiva weder Sterblichkeit noch kardiovaskuläre Komplikationen erhöht. Geriater Athanase Benetos plädiert für einen Paradigmenwechsel weg von starren Zielwerten hin zu individueller Therapieanpassung.

Ältere Frau misst mit einem digitalen Handgelenk-Blutdruckmessgerät ihren Blutdruck.
Blutdrucktherapie im hohen Alter: Eine schrittweise Reduktion der Antihypertensiva bei gebrechlichen Hochbetagten kann sicher sein. (© jd-photodesign/stock.adobe.com)

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Muss Bluthochdruck auch bei hochbetagten, gebrechlichen Menschen konsequent behandelt werden – oder kann gerade im hohen Alter eine Reduktion der Medikamente der bessere Weg sein? Diese Frage beschäftigt die Geriatrie seit Jahren. Neue Antworten liefert jetzt der renommierte Geriater und Kardiologe Prof. Athanase Benetos. „Bluthochdruck ist bei älteren Menschen etwas anderes als bei jüngeren“, sagt Benetos. Mit zunehmendem Alter veränderten sich nicht nur die Ursachen eines erhöhten Blutdrucks, sondern auch Nutzen und Risiken einer Behandlung.

Reduzierte Antihypertensiva zeigen keine Nachteile bei Sterblichkeit

Benetos beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen im hohen Alter von denen jüngerer Menschen unterscheiden. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen hochbetagte, gebrechliche Menschen – eine Patientengruppe, die in klinischen Studien lange kaum berücksichtigt wurde. Genau diese Versorgungslücke schließt die multizentrische französische RETREAT-FRAIL-Studie [1]. Athanase Benetos leitete die Studie und stellt ihre wichtigsten Erkenntnisse nun auf dem gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vor.

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