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Im Themenbereich "Fachgesellschaft & Verbände" finden Sie aktuelle News, Stellungnahmen und Empfehlungen führender Fachgesellschaften und ärztlicher Verbände – kompakt aufbereitet und mit direktem Bezug zur Praxis. Hier erfahren Sie, welche Positionen offiziell gelten und welche Themen aktuell die Fachöffentlichkeit bewegen.

Ob neue Pressemitteilungen, Konsenspapiere, Positionsstatements oder gesundheitspolitische Einordnungen: Die Beiträge ordnen Entscheidungen ein, geben Orientierung bei kontroversen Diskussionen und machen relevante Entwicklungen schneller verständlich. Er hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen – auf Basis der Einschätzungen jener Institutionen, die Standards setzen. Ideal für alle, die keine wichtige Empfehlung verpassen und fachlich sowie berufspolitisch auf dem Laufenden bleiben wollen.

Neuste Artikel

Wo Ultraschall in der Früherkennung sinnvoll ist

Fettleber und Gefäßveränderungen: Ultraschall in der Früherkennung nutzen

Fettleber, Gefäßveränderungen und kleine Tumoren bleiben oft lange unbemerkt und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes und Krebs deutlich. Die Sonografie könnte solche Auffälligkeiten strahlenfrei und früh sichtbar machen, wird in der gesetzlichen Vorsorge aber kaum eingesetzt. Die DEGUM fordert mehr Qualitätssicherung und einen breiteren Stellenwert der Ultraschalldiagnostik.
Transplantation und Organspende
Organspende-Debatte Bundestag

Widerspruchslösung bei Organspende: DGVS fordert Reform für Leberpatienten

Der Bundestag berät über zwei Gesetzentwürfe zur Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende – und die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) macht Druck. Für Menschen mit akutem Leberversagen entscheidet die Verfügbarkeit von Spenderorganen über Leben und Tod. In Deutschland sterben rund 20% auf der Warteliste, deutlich mehr als in Eurotransplant-Ländern mit Widerspruchsregelung.
Ärztin im weißen Kittel mit Stethoskop hält eine Tafel mit Begriffen zur Krebsprävention und einem gesunden Lebensstil – darunter Bewegung, Ernährung, Sport, Stressminderung und Entspannung – und zeigt den Daumen nach oben
Prävention mit enormem Potenzial

Vier von zehn Krebsfällen könnten verhindert werden – jetzt wächst der Druck auf die Politik

Rund 40 % aller Krebsneuerkrankungen wären vermeidbar – doch Deutschland schöpft dieses Potenzial bislang kaum aus. Der 2. Nationale Krebspräventionsgipfel von Deutscher Krebshilfe und DKFZ benennt nun 6 konkrete Handlungsfelder und formuliert klare Erwartungen an die Politik – von höheren Tabak- und Alkoholsteuern bis zu einer bundesweiten Präventionsdekade.
Kongressbesucher hören einem Vortrag zu - Aufnahme von hinten
Vom Behandeln zum Verhindern

Prävention und KI in der Gastroenterologie: Viszeralmedizin 2026 setzt neue Maßstäbe

Prävention, Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz: Auf der Viszeralmedizin 2026 diskutieren Fachleute, wie Krebs früher verhindert, Leber- und Stoffwechselerkrankungen rechtzeitig erkannt und Therapien individueller gesteuert werden. Auch Endoskopie-Innovationen und Robotik prägen den größten deutschsprachigen Fachkongress.
Ältere Frau sitzt mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen auf einem dunklen Sofa.
Suizidprävention im höheren Lebensalter

Todeswünsche im Alter werden zu oft erklärt statt abgeklärt

Mehr als die Hälfte aller Suizidtoten in Deutschland ist 60 Jahre oder älter, doch Todeswünsche älterer Menschen werden im Versorgungsalltag noch zu häufig als nachvollziehbare Reaktion auf Krankheit oder Verlust eingeordnet. Die Arbeitsgruppe Suizidforschung der Universitätsmedizin Frankfurt benennt zum Welttag der Suizidprävention, was geriatrische, hausärztliche und pflegerische Teams jetzt brauchen. Die Botschaft ist klar: Nachfragen rettet Leben.
Sepsis Blutvergiftung Schild Arzt
Zu spät erkannt, zu oft tödlich

Sepsis-Mortalität: Deutschland hat den Anschluss verloren

Bei der Versorgung von Sepsispatienten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab: Während Norwegen und Finnland ihre Mortalität deutlich senken konnten, steigt sie in Deutschland weiter an: Aktuell versterben hierzulande mindestens 140.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Sepss. Mit dem Sepsis-Dossier Deutschland 2026 will die Sepsis-Stiftung jetzt gegensteuern und fordert eine nationale Infektionsmanagementstrategie. Hausarztpraxen sollen dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
Person in dunkler Sportbekleidung mit schmerzhaft markiertem Kniegelenk; das Knie wird durch eine medizinische Grafik mit hervorgehobenen Knochenstrukturen und roter Leuchtmarkierung dargestellt.
Schmerzfrei per Katheter?

Genikulararterienembolisation bei Kniearthrose: Hoffnungsträger oder überschätztes Verfahren?

Die Genikulararterienembolisation (GAE) gilt als vielversprechender minimalinvasiver Ansatz zur Behandlung von Kniearthrose. Eine aktuelle Metaanalyse berichtet über deutliche und anhaltende Verbesserungen von Schmerzen und Gelenkfunktion über einen Zeitraum von 12 Monaten. Gleichzeitig liefern hochwertige Sham-kontrollierte Studien bislang keinen eindeutigen Nachweis eines Zusatznutzens. Offen bleiben auch Fragen zur Patientenselektion und zur Einordnung des Verfahrens im Behandlungspfad.
Früh, gezielt, risikoadaptiert

Rheumatoide Arthritis: Neue S3-Leitlinie schärft Treat-to-Target und Glukokortikoid-Stopp

Sofortiger Therapiestart nach Diagnose, anhaltende Remission als Ziel und Kontrollen alle 1 bis 3 Monate: Die neue S3-Leitlinie zur rheumatoiden Arthritis stellt Treat-to-Target konsequent in den Mittelpunkt. Methotrexat bleibt Grundlage der Erstlinie, Glukokortikoide werden auf maximal drei Monate begrenzt. Vor jeder Eskalation steht die konsequente Optimierung der csDMARD-Strategie. Neu sind zudem die risikoadaptierte Positionierung von JAK-Inhibitoren, flexiblere Switching-Optionen und eine eigenständige Deeskalationsempfehlung – ohne vollständiges Absetzen der DMARD-Therapie.
Lupe vergrößert eine blaue Figur inmitten vieler brauner Holzfiguren
Evidenzlücke bremst Ausweitung

G-BA lehnt Ausweitung des Darmkrebs-Screenings auf jüngere Risikopersonen ab

Bei jüngeren Personen mit familiärem Darmkrebsrisiko bleibt die individuelle Risikoberatung und kurative Abklärung der zentrale Versorgungspfad – ein organisiertes, einladungsbasiertes Screening wird es vorerst nicht geben. Die Anamneseerhebung zum familiären Risiko im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung sowie die niederschwellige Koloskopie zur Abklärung von Beschwerden bleiben die wichtigsten Instrumente, um Betroffene früh zu identifizieren.
Lupe fokussiert auf rote Spielfigur inmitten weißer Figuren
Diagnostische Lücke schließt sich

Kombiniertes Zervix-Screening deckt deutlich mehr Adenokarzinom-Vorstufen auf

Seit 2020 setzt Deutschland bei Frauen ab 35 Jahren auf die Kombination aus HPV-Test und Zytologie - mit Erfolg, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Auswertung deutscher Krebsregisterdaten nun nahelegen: Die Zahl diagnostizierter Adenocarcinomata in situ ist seither deutlich gestiegen – mit einem jährlichen Zuwachs von 27,5% in der Zielgruppe. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome hin, einer Tumorform, bei der die konventionelle Zytologie an ihre Grenzen stieß.
Chemische Strukturformel von Semaglutid auf hellem Papier, auf der die Abkürzung „GLP-1“ mit einem roten Holzfarbstift kreisförmig markiert ist. Darüber der Schriftzu g GLP-1
Abnehm-Pille ab September

Orales Semaglutid zwischen DMP-Lücke und Lifestyle-Paragraf

Mit der Markteinführung von oralem Semaglutid am 1. September 2026 erweitert sich das Therapiespektrum bei Adipositas und Typ-2-Diabetes um eine weitere Option, die allerdings auch mit einer neuen Verantwortung gepaart ist. Wichtig sind individuelle Indikation, Einbindung in Ernährungs- und Bewegungstherapie, Muskelerhalt und engmaschige Verlaufskontrolle. Solange Lifestyle-Paragraf und fehlendes DMP die Versorgung blockieren, kommt der Praxis eine zentrale Lotsenfunktion zu.
Ältere Frau misst mit einem digitalen Handgelenk-Blutdruckmessgerät ihren Blutdruck.
Kein Freibrief zum pauschalen Absetzen

Weniger Blutdrucksenker, gleiche Sicherheit, mehr Lebensqualität für gebrechliche Hochbetagte?

Blutdrucksenker bei gebrechlichen Hochbetagten: Eine große französische Studie im New England Journal of Medicine belegt, dass eine kontrollierte Reduktion der Antihypertensiva weder Sterblichkeit noch kardiovaskuläre Komplikationen erhöht. Geriater Athanase Benetos plädiert für einen Paradigmenwechsel weg von starren Zielwerten hin zu individueller Therapieanpassung.