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Im Themenbereich "Fachgesellschaft & Verbände" finden Sie aktuelle News, Stellungnahmen und Empfehlungen führender Fachgesellschaften und ärztlicher Verbände – kompakt aufbereitet und mit direktem Bezug zur Praxis. Hier erfahren Sie, welche Positionen offiziell gelten und welche Themen aktuell die Fachöffentlichkeit bewegen.

Ob neue Pressemitteilungen, Konsenspapiere, Positionsstatements oder gesundheitspolitische Einordnungen: Die Beiträge ordnen Entscheidungen ein, geben Orientierung bei kontroversen Diskussionen und machen relevante Entwicklungen schneller verständlich. Er hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen – auf Basis der Einschätzungen jener Institutionen, die Standards setzen. Ideal für alle, die keine wichtige Empfehlung verpassen und fachlich sowie berufspolitisch auf dem Laufenden bleiben wollen.

Neuste Artikel

Impfstoff-Ampullen mit Spritze
Infektionsrisiko messbar senken

DGRh konkretisiert Impf-Empfehlungen zu Zoster, HPV, Polio und Co.

Welche Impfungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind jenseits von Atemwegs- und Reiseimpfungen relevant? Und welche Besonderheiten bei Indikation, Schema und Sicherheit gelten? Mit diesen Fragen befasst sich ein aktuelles Positionspapier der DGRh. Die zentrale Botschaft: Impfungen Zoster, HPV, Polio und Co. sollen weder durch aktive Krankheitsphasen noch durch geplante Therapieeskalationen verzögert werden. Vor allem die Zoster-Impfung ab 18 Jahren, das erweiterte HPV-Schema und die konsequente Nutzung von Totimpfstoffen bieten konkrete Ansatzpunkte, das Infektionsrisiko dieser vulnerablen Patientengruppe im Alltag messbar zu senken.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Molekular, individuell, zielgerichtet

Neue S2k-Leitlinie für primäre ZNS-Lymphome definiert Diagnostik und Therapie neu

Nach mehr als 10 Jahren liegt eine grundlegend überarbeitete S2k-Leitlinie zu primären ZNS-Lymphomen vor. Sie stellt das primäre diffuse großzellige B-Zell-Lymphom des ZNS in den Fokus und integriert konsequent molekularpathologische Verfahren wie MYD88-Analysen und DNA-Methylierungsprofile. Therapeutisch prägt ein alters- und fitnessadaptiertes Konzept mit hochdosiertem Methotrexat, thiotepabasierter Konsolidierung und neu bewerteter Ganzhirnbestrahlung die Erstlinie. Für das Rezidiv stehen erstmals BTK-Inhibitoren und CAR-T-Zelltherapien im Empfehlungsrahmen.
Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!
Eine Person mit Diabetes betrachtet auf einem Smartphone die Werte eines kontinuierlichen Glukosemesssystems (CGM), während ein Sensor auf dem Oberarm getragen wird.
CE-Kennzeichnung allein reicht nicht!

Fachbündnis fordert verbindliche Qualitätsstandards für CGM-Systeme

Einheiltliche und verbindliche europäische Bewertungsstandards für kontinuierliche Glukosemessgeräte, dies fordern die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), der Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND), der Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) sowie die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) . Zwar sind die eingesetzten CGM-Systeme in der Regel sicher und leistungsfähig, aktuell liefern sie bei ein und demselben Patienten deutlich abweichende Kennzahlen wie Time in Range oder Glucose Management Indicator, was eine medizinische Einordnung schwer möglich macht.
Eine große Gruppe von Menschen bildet gemeinsam die Form eines Pfeils, der nach rechts zeigt – symbolisch für Lotsenfunktion und den gemeinsamen Weg zur Lungenkrebs-Früherkennung.
Hausärzte, Internisten und Pneumologen als Lotsen gefragt

Erstberatung zum Lungenkrebs-Screening extrabudgetär abrechnen

Hausärzte, Internisten und Pneumologen entscheiden maßgeblich mit, ob das seit April 2026 verfügbare Lungenkrebs-Screening seine lebensrettende Wirkung entfalten kann. Wer im Praxisalltag gezielt die Rauchgeschichte erfragt, identifiziert Anspruchsberechtigte und ebnet den Weg zur Früherkennung in einem noch heilbaren Stadium. Eine Qualifizierung als Erstberater ist mit überschaubarem Aufwand möglich und extrabudgetär abrechenbar.
Gesichtshälften im Vergleich: deutlich sichtbare Hyperpigmentierung der Haut als typisches klinisches Zeichen der primären Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison; links).
Selten, aber lebensbedrohlich

Erschöpfung und Hyperpigmentierung? An Morbus Addison denken!

Niedriger Blutdruck, Salzhunger, ungeklärte Müdigkeit und eine braungebrannte Haut ohne Sonne: Die Symptome der primären Nebenniereninsuffizienz sind unspezifisch – und die korrekte Diagnose lässt oft Jahre auf sich warten. Jeder 13. Betroffene erleidet jährlich eine potenziell letale Addison-Krise. Zwei retardierte Hydrocortison-Präparate bilden die zirkadiane Rhythmik unterschiedlich gut nach – mit spürbaren Effekten auf Lebensqualität, Fatigue und Immunprofil.
Pfeile
Klug entscheiden

DGIM veröffentlicht 5 neue Empfehlungen für die Innere Medizin

Fünf neue „Klug entscheiden"-Empfehlungen der DGIM aus Gastroenterologie und Kardiologie geben Ärzten praxisnahe Orientierung zu Mangelernährung bei Krebs, Barrett-Ösophagus, Reizdarmsyndrom, Bewegungstherapie bei Herz-Kreislauf-Risiko und dem neuen CHA₂DS₂-VA-Score bei Vorhofflimmern – für das richtige Maß zwischen Über-, Unter- und Fehlversorgung.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Herz und Gefäße im Blick

Erstmals S3-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention bei Rheuma

Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Thromboembolien treten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bei manchen Entitäten in einer Größenordnung, die mit einem Diabetes mellitus vergleichbar ist. Erstmals hat die DGRh praxisnahe Empfehlungen zur Risikoerfassung, Therapieauswahl und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in einer S3-Leitlinie gebündelt. Zentral sind eine konsequente Kontrolle der Krankheitsaktivität, ein risikoadaptierter Einsatz antirheumatischer Substanzen sowie eine konsequente Therapie klassischer Risikofaktoren.
Ein Arzt füllt einen Impfpass in einer kommunal organisierten Impfstelle aus.
Corona-Impfsaison startet schon im Spätsommer

Corona-Impfung: STIKO empfiehlt jährlichen Booster erst ab 75 Jahren

Die STIKO hat ihre Corona-Impfempfehlung grundlegend überarbeitet: Gesunde Erwachsene unter 75 Jahren brauchen künftig keinen jährlichen Booster mehr. Doch das ist nicht die einzige Neuerung: Die Risikogruppen, denen eine Impfung empfohlen wird, bleiben zwar weitgehend unverändert – neu ist jedoch der Zeitpunkt. Die STIKO rät, bereits im Spätsommer mit dem Impfen zu beginnen, um den optimalen Schutz zu Beginn der Coronawelle zu gewährleisten. Sie können also bald starten und Ihre Patienten gezielt ansprechen, um die Impfsaison einzuläuten.
Mann mit Übergewicht greift nachtszum Sandwich aus dem Kühlschrank-
Hunger ohne Stopp-Signal

Hypothalamische Adipositas: Wenn das Sättigungssignal im Gehirn ausfällt

Rasche Gewichtszunahme, unstillbarer Hunger, kaum Sättigung – wenn nach Tumor, OP oder Trauma im Bereich des Hypothalamus die zentrale Steuerung der Nahrungsaufnahme kippt, greifen Diäten, GLP-1-Analoga und bariatrische Chirurgie oft zu kurz. Mit dem MC4R-Agonisten Setmelanotid steht erstmals eine gezielt zugelassene Therapieoption zur Verfügung. Die Erstattung bleibt allerdings ein ungelöstes Problem – die hypothalamische Adipositas gilt sozialrechtlich weiterhin als Lifestyle-Erkrankung.
Stethoskop auf Euro-Scheinen
Sparzwang gefährdet Menschenleben

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz darf nicht zum Versorgungskiller werden

Durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) drohende Versorgungslücken für über 9 Millionen Menschen mit Diabetes. In DDG zertifizierten Kliniken könnten laut aktuellen Daten jährlich rund 1.140 Leben gerettet werden – doch pauschale Sparvorgaben gefährden spezialisierte Strukturen in Praxen und Krankenhäusern.
Nahaufnahme eines weißen Wegweisers mit rotem Kreuz und der Aufschrift „Notaufnahme“ sowie weiteren Hinweisen zu Klinikbereichen.
Nicht immer ist die Notaufnahme die beste Option

Geriatrische Akutversorgung muss ambulanter werden

Immer mehr Hochaltrige landen in deutschen Notaufnahmen – doch nicht jeder geriatrische Notfall gehört ins Krankenhaus. Prof. Christian Karagiannidis fordert mobile Pflegeinterventionsteams, sektorenübergreifende Versorgungsformen und konsequente Prävention, um die Versorgung älterer Menschen zukunftsfest zu machen.