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Fachgesellschaft & Verbände

Im Themenbereich "Fachgesellschaft & Verbände" finden Sie aktuelle News, Stellungnahmen und Empfehlungen führender Fachgesellschaften und ärztlicher Verbände – kompakt aufbereitet und mit direktem Bezug zur Praxis. Hier erfahren Sie, welche Positionen offiziell gelten und welche Themen aktuell die Fachöffentlichkeit bewegen.

Ob neue Pressemitteilungen, Konsenspapiere, Positionsstatements oder gesundheitspolitische Einordnungen: Die Beiträge ordnen Entscheidungen ein, geben Orientierung bei kontroversen Diskussionen und machen relevante Entwicklungen schneller verständlich. Er hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen – auf Basis der Einschätzungen jener Institutionen, die Standards setzen. Ideal für alle, die keine wichtige Empfehlung verpassen und fachlich sowie berufspolitisch auf dem Laufenden bleiben wollen.

Neuste Artikel

Medizinische Illustration mit Symbolen von Lunge, Nieren, Knochen und Herz vor dunklem Hintergrund, verbunden mit einem zentralen Schutzschild-Symbol mit medizinischem Kreuz.
Reaktivierte Killerzellen beseitigen Fibrosegewebe

Neuer Therapieansatz bei Rheuma-Komplikation: Das Immunsystem als Verbündeter gegen Lungenfibrose

Lungenfibrose bei systemischer Sklerose und rheumatoider Arthritis gilt als kaum reversibel – ein Heidelberger Forschungsteam zeigt nun einen Ausweg: Über den Antikörper Monalizumab lassen sich natürliche Killerzellen reaktivieren, die seneszente Fibroblasten gezielt eliminieren. Erste präklinische Daten deuten sogar auf eine Rückbildung fibrotischer Prozesse hin.
Auswahl eiweißreicher Lebensmittel mit rohem Fleisch, Fisch, Käse, Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen und frischem Gemüse auf einem Holztisch
Malnutrition jenseits des BMI

Mangelernährung bei geriatrischen Diabetespatienten – eine unterschätzte Gefahr

Bis zu 50 % der geriatrischen Patienten sind mangelernährt, rund ein Drittel dehydriert – bei Diabetes eine gefährliche Konstellation. Unveränderte antidiabetische Medikation trifft auf reduzierte Nahrungsaufnahme und treibt das Hypoglykämierisiko in die Höhe. Weite Kleidung, trockene Haut und stehen gelassene Mahlzeiten sind frühe Warnsignale – dann muss auch die Medikation auf den Prüfstand.
Eine Patientin erhält Augentropfen zur Pupillenerweiterung vor einer Augenuntersuchung
Weniger Aufwand, gleicher Nutzen

Fundusfotografie erleichtert das Retinopathie-Screening bei Diabetes

Die Fundusfotografie ist eine praxistaugliche Alternative für das Retinopathie-Screening bei Diabetes: Ihr Nutzen ist dem der Ophthalmoskopie zwar „nur" vergleichbar, die Fundusfotografie bietet aber viele organisatorische Vorteile. Da das Weittropfen der Pupillen meist entfällt, könnte das Screening künftig auch dezentral, hausärztlich oder telemedizinisch stattfinden und mehr Diabetiker erreichen.
Nahaufnahme eines Sportlers in Laufkleidung im Park, der sich mit beiden Händen an sein schmerzendes Knie fasst. Das Knie ist durch eine rote Färbung als Schmerzzentrum markiert, zudem sind die Ober- und Unterschenkelknochen angedeutet. Im Hintergrund ist unscharf ein weiterer Läufer zu sehen.
Weniger Sitzen, mehr Bewegung

EULAR hat die Bewegungsempfehlungen bei Arthritis und Arthrose aktualisiert

Regelmäßige körperliche Aktivität und kürzere Sitzzeiten gehören bei entzündlicher Arthritis und Arthrose in die Regelversorgung. Die EULAR hat ihre aktualisierten Empfehlungen vor Kurzem publziert und dabei erstmals sedentäres Verhalten, digitale Anwendungen und verhaltensbezogene Strategien systematisch berücksichtigt. Unsere 7 praxisorientierten Handlungsempfehlungen geben konkrete Orientierung für Screening, Beratung und individuelle Bewegungsverordnung – von der strukturierten Verordnung nach FITT-VP-Prinzip bis zum gezielten Einsatz von Wearables und kurzen Aktivitätsphasen im Alltag.
Impfstoff-Ampullen mit Spritze
Infektionsrisiko messbar senken

DGRh konkretisiert Impf-Empfehlungen zu Zoster, HPV, Polio und Co.

Welche Impfungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind jenseits von Atemwegs- und Reiseimpfungen relevant? Und welche Besonderheiten bei Indikation, Schema und Sicherheit gelten? Mit diesen Fragen befasst sich ein aktuelles Positionspapier der DGRh. Die zentrale Botschaft: Impfungen Zoster, HPV, Polio und Co. sollen weder durch aktive Krankheitsphasen noch durch geplante Therapieeskalationen verzögert werden. Vor allem die Zoster-Impfung ab 18 Jahren, das erweiterte HPV-Schema und die konsequente Nutzung von Totimpfstoffen bieten konkrete Ansatzpunkte, das Infektionsrisiko dieser vulnerablen Patientengruppe im Alltag messbar zu senken.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Molekular, individuell, zielgerichtet

Neue S2k-Leitlinie für primäre ZNS-Lymphome definiert Diagnostik und Therapie neu

Nach mehr als 10 Jahren liegt eine grundlegend überarbeitete S2k-Leitlinie zu primären ZNS-Lymphomen vor. Sie stellt das primäre diffuse großzellige B-Zell-Lymphom des ZNS in den Fokus und integriert konsequent molekularpathologische Verfahren wie MYD88-Analysen und DNA-Methylierungsprofile. Therapeutisch prägt ein alters- und fitnessadaptiertes Konzept mit hochdosiertem Methotrexat, thiotepabasierter Konsolidierung und neu bewerteter Ganzhirnbestrahlung die Erstlinie. Für das Rezidiv stehen erstmals BTK-Inhibitoren und CAR-T-Zelltherapien im Empfehlungsrahmen.
Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!
Eine Person mit Diabetes betrachtet auf einem Smartphone die Werte eines kontinuierlichen Glukosemesssystems (CGM), während ein Sensor auf dem Oberarm getragen wird.
CE-Kennzeichnung allein reicht nicht!

Fachbündnis fordert verbindliche Qualitätsstandards für CGM-Systeme

Einheiltliche und verbindliche europäische Bewertungsstandards für kontinuierliche Glukosemessgeräte, dies fordern die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), der Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND), der Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) sowie die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) . Zwar sind die eingesetzten CGM-Systeme in der Regel sicher und leistungsfähig, aktuell liefern sie bei ein und demselben Patienten deutlich abweichende Kennzahlen wie Time in Range oder Glucose Management Indicator, was eine medizinische Einordnung schwer möglich macht.
Eine große Gruppe von Menschen bildet gemeinsam die Form eines Pfeils, der nach rechts zeigt – symbolisch für Lotsenfunktion und den gemeinsamen Weg zur Lungenkrebs-Früherkennung.
Hausärzte, Internisten und Pneumologen als Lotsen gefragt

Erstberatung zum Lungenkrebs-Screening extrabudgetär abrechnen

Hausärzte, Internisten und Pneumologen entscheiden maßgeblich mit, ob das seit April 2026 verfügbare Lungenkrebs-Screening seine lebensrettende Wirkung entfalten kann. Wer im Praxisalltag gezielt die Rauchgeschichte erfragt, identifiziert Anspruchsberechtigte und ebnet den Weg zur Früherkennung in einem noch heilbaren Stadium. Eine Qualifizierung als Erstberater ist mit überschaubarem Aufwand möglich und extrabudgetär abrechenbar.
Gesichtshälften im Vergleich: deutlich sichtbare Hyperpigmentierung der Haut als typisches klinisches Zeichen der primären Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison; links).
Selten, aber lebensbedrohlich

Erschöpfung und Hyperpigmentierung? An Morbus Addison denken!

Niedriger Blutdruck, Salzhunger, ungeklärte Müdigkeit und eine braungebrannte Haut ohne Sonne: Die Symptome der primären Nebenniereninsuffizienz sind unspezifisch – und die korrekte Diagnose lässt oft Jahre auf sich warten. Jeder 13. Betroffene erleidet jährlich eine potenziell letale Addison-Krise. Zwei retardierte Hydrocortison-Präparate bilden die zirkadiane Rhythmik unterschiedlich gut nach – mit spürbaren Effekten auf Lebensqualität, Fatigue und Immunprofil.
Pfeile
Klug entscheiden

DGIM veröffentlicht 5 neue Empfehlungen für die Innere Medizin

Fünf neue „Klug entscheiden"-Empfehlungen der DGIM aus Gastroenterologie und Kardiologie geben Ärzten praxisnahe Orientierung zu Mangelernährung bei Krebs, Barrett-Ösophagus, Reizdarmsyndrom, Bewegungstherapie bei Herz-Kreislauf-Risiko und dem neuen CHA₂DS₂-VA-Score bei Vorhofflimmern – für das richtige Maß zwischen Über-, Unter- und Fehlversorgung.
Das Wort Leitlinie steht in einer Blase, die von einer Person in Kittel und Stethoskop abgehört wird
Herz und Gefäße im Blick

Erstmals S3-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention bei Rheuma

Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Thromboembolien treten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung – bei manchen Entitäten in einer Größenordnung, die mit einem Diabetes mellitus vergleichbar ist. Erstmals hat die DGRh praxisnahe Empfehlungen zur Risikoerfassung, Therapieauswahl und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in einer S3-Leitlinie gebündelt. Zentral sind eine konsequente Kontrolle der Krankheitsaktivität, ein risikoadaptierter Einsatz antirheumatischer Substanzen sowie eine konsequente Therapie klassischer Risikofaktoren.