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Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

|von Stephanie Schikora

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!

Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Nahrungsergänzungsmittel bei Schilddrüsenunterfunktion: Die DGE warnt vor unbelegten Wirkversprechen und möglichen Risiken für die L-Thyroxin-Therapie. (© Tuan Nguyen/stock.adobe.com)

Für viele Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion ist die Diagnose zunächst eine Erleichterung: Eine Tablette täglich – und Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Worffindungsstörungen oder Gewichtszunahme sollten verschwinden. Doch so einfach ist es nicht immer. Trotz normwertiger Laborparameter und korrekter L-Thyroxin-Einnahme können diese Symptome weiterhin bestehen bleiben. Die Folge: Betroffene suchen dann oft eigenständig nach Lösungen – und landen dabei häufig bei online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, die versprechen, den Schilddrüsenhormonstoffwechsel zu unterstützen.

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