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Schilddrüse

Der Themenbereich „Schilddrüse“ bündelt aktuelle Erkenntnisse zu funktionellen, strukturellen und immunologisch bedingten Erkrankungen der Schilddrüse. Im Fokus stehen häufige Krankheitsbilder wie Hypo- und Hyperthyreose, Struma, Schilddrüsenknoten sowie Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis.

Die Beiträge unterstützen dabei, diagnostische und therapeutische Entwicklungen einzuordnen und evidenzbasiert in die klinische Praxis zu übertragen. Ergänzend werden Aspekte der Nachsorge beim Schilddrüsenkarzinom sowie aktuelle Empfehlungen für eine individualisierte Versorgung beleuchtet.

Neuste Artikel

Holografische 3D-Darstellung der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen über den ausgestreckten Händen einer Person in medizinischer Kleidung.
Unterschätzte Krankheitslast

Zwei Drittel der pHPT-Patienten entwickeln Endorganschäden – Operation bleibt selten

Der primäre Hyperparathyreoidismus gilt vielfach als harmlose Zufallsdiagnose – doch eine große US-Kohortenstudie mit über 43.000 Betroffenen zeichnet ein anderes Bild: Bereits bei Diagnosestellung weist jeder Zweite Skelett- oder Nierenschäden auf, ein weiteres Drittel entwickelt sie im Verlauf. Obwohl die Parathyreoidektomie das Frakturrisiko nachweislich um 24–63% senkt und die Vorteile die Risiken klar überwiegen, wird nur jeder fünfte Patient mit Endorganschaden operiert.
Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!
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Eferox: Neue Zusammensetzung erfordert Kontrolle bei Umstellung

Ab August 2026 ist Eferox® (Levothyroxin-Natrium) in neuer Zusammensetzung mit dem zusätzlichen Hilfsstoff Maisstärke erhältlich. Wegen des engen therapeutischen Fensters von Levothyroxin empfiehlt der Aristo Pharma eine engmaschige Kontrolle der Schilddrüsenstoffwechsellage – inklusive TSH-Bestimmung 6–8 Wochen nach Umstellung.