Bei jüngeren Personen mit familiärem Darmkrebsrisiko bleibt die individuelle Risikoberatung und kurative Abklärung der zentrale Versorgungspfad – ein organisiertes, einladungsbasiertes Screening wird es vorerst nicht geben. Die Anamneseerhebung zum familiären Risiko im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung sowie die niederschwellige Koloskopie zur Abklärung von Beschwerden bleiben die wichtigsten Instrumente, um Betroffene früh zu identifizieren.
G-BA lehnt Ausweitung des Darmkrebs-Screenings auf jüngere Risikopersonen ab
Jetzt kostenlos registrieren bzw. einloggen und den gesamten Artikel freischalten.
Derzeit gibt es keine ausreichenden Belege, die für ein organisiertes Screening auf Darmkrebs für Personen unter 50 Jahren mit einem familiären Risiko sprechen. So lässt sich die Studienlage zusammenfassen, auf die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seinen Beschluss vom 20. August 2026 stützt. Er hat daher die Richtlinie zur organisierten Krebsfrüherkennung (oKFE-RL) nicht geändert. Aktuell wird allen gesetzlich Versicherten ab 50 Jahren die Früherkennung auf Darmkrebs angeboten. Sie können entweder alle 2 Jahre einen Test auf Blut im Stuhl (iFOBT) machen oder 2-mal im Abstand von 10 Jahren eine Koloskopie durchführen lassen.
Artikel kostenlos freischalten und weiterlesen
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu exklusiven Artikeln auf Thieme Praxis. Registrieren Sie sich jetzt kostenlos mit wenigen Klicks – oder nutzen Sie Ihren bestehenden Thieme Account.


