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Geriatrische Syndrome

Das Fachgebiet „Geriatrische Syndrome“ umfasst typische, multifaktorielle Gesundheitsprobleme im höheren Lebensalter, die oft mehrere Organsysteme betreffen. Dazu zählen insbesondere Stürze, Frailty, Delir, Inkontinenz, Dekubitus und Schwindel. Im Fokus steht deren Wechselwirkung sowie die Bedeutung für Funktionalität und Lebensqualität.

Ziel ist es, Risiken früh zu erkennen, Ursachen ganzheitlich zu beurteilen und interdisziplinäre Therapie‑ und Präventionsstrategien abzuleiten.

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Ein älterer Mann liegt nach einem Sturz auf dem Teppichboden und wird von einer Pflegekraft oder Angehörigen an der Hand hochgezogen; im Vordergrund liegt sein Gehstock.
Bröckelnde Evidenz

Kalzium und Vitamin D ohne relevanten Nutzen bei Fraktur- und Sturzprävention

Kalzium- und Vitamin-D-Präparate zählen zu den am häufigsten verordneten Supplementen zur Prävention osteoporotischer Frakturen und Stürze. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zieht die klinische Relevanz dieser Praxis grundlegend in Zweifel: Weder die Monotherapie noch eine kombinierte Supplementation erreichten die vorab definierten Schwellenwerte für einen klinisch bedeutsamen Nutzen – auch nicht in Hochrisikogruppen.
Ältere Frau hält verzweifelt den Kopf, umgeben von symbolischen Gedankenwirren
Rehospitalisierungen ändern wenig

Postoperatives Delir – Brandbeschleuniger für den kognitiven Abbau

Wer nach einer Operation ein Delir durchmacht, baut geistig schneller ab – das ist bekannt. Bislang galt das Delir vielen aber eher als Warnsignal für ohnehin kranke, gebrechliche Patienten, deren kognitiver Abbau vor allem durch wiederholte Klinikaufenthalte vorangetrieben wird. Eine prospektive Kohortenstudie über 5 Jahre räumt mit dieser Annahme auf: Das Delir selbst hinterlässt offenbar dauerhafte Spuren im Gehirn – unabhängig davon, wie oft die Betroffenen anschließend wieder ins Krankenhaus müssen.