Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die zweithäufigste Leukämieform im Kindes- und Jugendalter mit vielen morphologisch und genetisch determinierten Unterformen. Eine Heilung ist bei den meisten Subtypen nur mittels intensiver Kombinationschemotherapie möglich, die zu langen Phasen hochgradiger Panzytopenie im Blutbild mit Neigung zu infektiösen Komplikationen führt. Die Behandlung richtet sich nach genetischen Faktoren und dem…
Akute myeloische Leukämie (AML)
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die zweithäufigste Leukämieform im Kindes- und Jugendalter mit vielen morphologisch und genetisch determinierten Unterformen. Eine Heilung ist bei den meisten Subtypen nur mittels intensiver Kombinationschemotherapie möglich, die zu langen Phasen hochgradiger Panzytopenie im Blutbild mit Neigung zu infektiösen Komplikationen führt. Die Behandlung richtet sich nach genetischen Faktoren und dem Ansprechen, wobei bei hohem Rückfallrisiko eine zusätzliche allogene Stammzelltransplantation (SZT) empfohlen wird. Die Heilungswahrscheinlichkeit liegt bei adäquater Behandlung bei bis zu 75%. Nach Heilung ist die Lebensqualität zumeist gut. Mögliche Langzeitfolgen nach aktueller Therapie konzentrieren sich auf kardiale Nebenwirkungen sowie solche nach SZT.
Definition
Die akute myeloische Leukämie ist eine generalisierte, neoplastisch-proliferative, von myeloischen Zellen ausgehende maligne Erkrankung.
Synonyme
- ANLL, akute nicht lymphoblastische bzw. nicht lymphozytäre Leukämie
- AML, acute myeloid/myeloblastic/myelogenous leukaemia
- ANLL, acute nonlymphoblastic/nonlymphocytic leukaemia
Keywords
akute myeloische Leukämie (AML), Kindesalter
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