Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.
Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen
Sind noch Tumorzellen da? Bei Blasenkrebs sollen neuerdings spezielle Urintests Klarheit schaffen. Die Liquid Biopsies können Tumor-DNA im Urin messen und haben ein großes Potenzial, jedoch im Augenblick noch ein Problem: Selbst gesunde Menschen können krebsassoziierte Mutationen in der Blasenschleimhaut tragen. Dieser sogenannte Feldeffekt schränkt die Spezifität der Tests ein, und es kann zu falsch-positiven Ergebnissen kommen.
Feldeffekt-Korrektur: Statistische Präzision statt falscher Alarm
Um das Problem zu lösen, entwickelte das Team um William Shi eine statistische Methode, die die Feldeffekt-Mutationen herausfiltert. Dadurch kann der verfeinerte Test echte Anzeichen für verbleibenden Krebs genauer erkennen. Getestet wurde das an 261 Proben von Patienten mit nicht muskelinvasivem Blasenkrebs, die zunächst operiert und dann mit einer Bacillus-Calmette-Guérin (BCG)-Immuntherapie behandelt worden waren.
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