Startseite Innere Medizin Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen
Personaliserte Nachsorge

Liquid Biopsy bei Blasenkrebs: Tumor-DNA im Urin sicher nachweisen

|von Beatrice Hamberger

Ein verfeinerter Urintest könnte neue Präzision in die Nachsorge des nicht muskelinvasiven Blasenkrebses bringen: Durch die statistische Korrektur des sogenannten Feldeffekts lässt sich tumorassoziierte DNA verlässlich von harmlosen Hintergrundmutationen unterscheiden. Damit könnte man Rückfallrisiken frühzeitig identifizieren, was neue Möglichkeiten für eine risikoadaptierte, personalisierte Therapieplanung eröffnet.

Eine blau behandschuhte Hand hält ein transparentes Probengefäß mit gelber Urinprobe vor weißem Hintergrund.
Urinprobe als molekulares Fenster zum Tumor: Ein neuer feldeffektkorrigierter Urintest weist Tumor-DNA bei Blasenkrebs hochpräzise nach und ermöglicht eine personalisierte Nachsorge. (© Giovanni Cancemi/stock.adobe.com)

Sind noch Tumorzellen da? Bei Blasenkrebs sollen neuerdings spezielle Urintests Klarheit schaffen. Die Liquid Biopsies können Tumor-DNA im Urin messen und haben ein großes Potenzial, jedoch im Augenblick noch ein Problem: Selbst gesunde Menschen können krebsassoziierte Mutationen in der Blasenschleimhaut tragen. Dieser sogenannte Feldeffekt schränkt die Spezifität der Tests ein, und es kann zu falsch-positiven Ergebnissen kommen.

Feldeffekt-Korrektur: Statistische Präzision statt falscher Alarm

Um das Problem zu lösen, entwickelte das Team um William Shi eine statistische Methode, die die Feldeffekt-Mutationen herausfiltert. Dadurch kann der verfeinerte Test echte Anzeichen für verbleibenden Krebs genauer erkennen. Getestet wurde das an 261 Proben von Patienten mit nicht muskelinvasivem Blasenkrebs, die zunächst operiert und dann mit einer Bacillus-Calmette-Guérin (BCG)-Immuntherapie behandelt worden waren.

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