Ein neuer miRNA-basierter Bluttest detektiert nicht nur das kolorektale Karzinom, sondern auch prämaligne Vorstufen mit hoher Sensitivität. In der internationalen DENEB-Studie erreichte der Assay eine Sensitivität von 91% für Darmkrebs jeglichen Stadiums und 81% für fortgeschrittene Adenome bei einer Spezifität von 85% für fortgeschrittene Neoplasien. Damit könnte das Verfahren eine akzeptanzstarke Ergänzung zu Koloskopie und Stuhltest werden und die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms senken.
Bluttest erkennt Darmkrebs und fortgeschrittene Adenome mit hoher Trefferquote
Das kolorektale Karzinom (CRC) zählt weltweit zu den häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen – in den USA rangiert es auf Platz drei der Inzidenz und Platz zwei der krebsbedingten Todesursachen. Ein Großteil der Fälle wäre durch adäquates Screening vermeidbar. Doch die Akzeptanz etablierter Verfahren wie der Koloskopie oder des immunchemischen Stuhltests bleibt in vielen Ländern hinter den Zielvorgaben zurück. Blutbasierte Tests gelten daher als vielversprechende Alternative, um die Teilnahmeraten zu erhöhen. Ihr präventiver Nutzen hängt allerdings entscheidend davon ab, ob sie auch prämaligne Läsionen – insbesondere fortgeschrittene Adenome – zuverlässig detektieren können.
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