Chemotherapien retten das Leben vieler krebskranker Kinder, können jedoch tiefe Spuren im Tumorgenom hinterlassen: Bereits wenige Monate nach Therapiebeginn entstehen charakteristische Mutationsmuster in Krebszellen. Besonders platinbasierte Behandlungen fördern genetische Veränderungen, die mit Therapieresistenz und Krankheitsprogress in Verbindung stehen könnten.
Chemotherapie hinterlässt „Fingerabdruck“ in kindlichen Tumoren
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Viele krebskranke Kinder leiden kurz- und langfristig an Nebenwirkungen ihrer Krebsbehandlung. Die körperlichen Symptomen reichen von Übelkeit über Neuropathien und Fatigue hin bis zur Unfruchtbarkeit. Eine Chemotherapie kann außerdem die Tumor-DNA verändern, besonders platinbasierte Therapien hinterlassen in Tumorrezidiven zahlreiche Mutationen.
Mutationssignaturen bereits nach drei Monaten
Gezeigt wurde dies in einer aufwändigen Studie, in der Forschende mehr als 600 Tumoren von 544 pädiatrischen Patienten aus Kanada, Australien und den Vereinigten Staaten analysierten. Durch die Kombination von Ganzgenomsequenzierung, detaillierten Krankenakten und über Jahre weiterentwickelte computergestützte Methoden identifizierte das internationale Forscherteam „charakteristische genomische Signaturen“ von DNA-Veränderungen, die durch unterschiedliche Chemotherapien hinterlassen wurden. Einige dieser Muster traten bereits 91 Tage nach Beginn der Behandlung auf.
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