Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa haben bereits ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Doch welchen Einfluss auf ihr Darmkrebsrisiko hat es, wenn Familienmitglieder 1. Grades an Darmkrebs erkrankt sind? Für die Risikoeinschätzung scheint die Zahl der Darmkrebsfälle in der Familie von besonderer Bedeutung zu sein; das Erkrankungsalter dagegen spielt offenbar keine große Rolle. Das gilt aktuellen Studiendaten zufolge für Menschen mit und ohne chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Darmkrebsrisiko bei CED: Zahl erkrankter Verwandter wichtiger als Erkrankungsalter
Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa haben ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Auch die genetische Veranlagung ist ein bekannter Risikofaktor. Allerdings wurde bisher kaum untersucht, wie sich ein kolorektales Karzinom bei Verwandten 1. Grades, also Eltern, Geschwister oder Kinder auf das Krebsrisiko von CED-Betroffenen auswirken.
Nachgeholt haben das nun Forschende vom schwedischen Karolinska-Institut, indem sie 124.387 Menschen mit CED mit etwas mehr als 1,2 Millionen Menschen aus der Allgemeinbevölkerung verglichen und über einen Median von 11 Jahren nachbeobachten. Basis waren nationale Registerdaten aus Schweden aus den Jahren 1996–2023.
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