Kieler Forschende haben aufgedeckt, dass Th17-Immunzellen gegen den Hefepilz Candida albicans vermutlich in der Mundschleimhaut geprägt werden und im entzündeten Darm bei Morbus Crohn gewebsschädigende Eigenschaften entwickeln. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Ansatzpunkte für gezielte Biologika-Therapien und rücken die immunologische Achse zwischen Mund und Darm stärker in den Fokus der Entzündungsmedizin.
Morbus Crohn: Candida-Immunantwort aus dem Mund treibt Darmentzündung
Fast jeder Mensch trägt Candida albicans in sich. Der Hefepilz besiedelt menschliche Schleimhäute wie beispielsweise im Mund oder im Darm: und das meist still und meist ohne Beschwerden. Das Immunsystem hält Candida albicans mit einer bestimmten Klasse von Abwehrzellen in Schach: den Th17-Zellen. Sie patrouillieren an menschlichen Schleimhäuten und schütten Botenstoffe aus, die den Pilz kontrollieren. Jede dieser Th17-Zellen reagiert dabei auf ein bestimmtes Ziel, ein sogenanntes Antigen.
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