Ein personalisierter mRNA-Impfstoff könnte die adjuvante Melanomtherapie verädern: Intismeran kombiniert mit Pembrolizumab senkt laut den 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-942-Studie das Rückfallrisiko um 49% und das Risiko einer Fernmetastasierung um 59%. Die auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präseniterten Phase-II-Ergebnisse könnten ein möglichet Wendepunkt in der Onkologie sein – die Phase-III-Studie läuft bereits.
mRNA-Impfstoff beim Melanom: Rückfallrisiko nahezu halbiert
Das maligne Melanom war eine der ersten Krebsarten, die in den 2010 er Jahren von den „neuen“ Checkpoint-Inhibitoren profitierten. Nun könnte der schwarze Hautkrebs auch Vorreiter beim ersten Krebsimpfstoff werden.: In der Phase-II-Studie KEYNOTE-942 wurde der mRNA-basierte Impfstoff Intismeran mit der etablierten Immuntherapie Pembrolizumab kombiniert. Soeben auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellte Daten zeigen, dass die Hinzunahme des mRNA-Impfstoffs das Rückfall- und Sterberisiko gegenüber Pembrolizumab alleine deutlich senken kann.
In KEYNOTE-942 waren 157 Patienten mit reseziertem kutanem Melanom der Stadien IIIB bis IV eingeschlossen. Die Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert. 107 Patienten erhielten 9 Dosen Intismeran 1 mg intramuskulär alle 3 Wochen plus 18 Dosen Pembrolizumab 200 mg intravenös alle 3 Wochen, 50 Patienten bekamen 18 Dosen Pembrolizumab 200 mg alle 3 Wochen allein.
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