Denn gerade bei komplexen und risikoreichen Eingriffen kommt es neben dem erfolgreichen Eingriff auch auf das Beherrschen der Komplikationen an, die danach auftreten können. Diese Zahl gibt die sogenannte Failure-to-Rescue-Rate wieder: Sie besagt, dass eine lebensbedrohliche Komplikation nicht rechtzeitig erkannt oder nicht adäquat behandelt wurde und im schlechtesten Fall zum Tod geführt hat (FTR= Rettungsversagen).
Warum die Failure-to-Rescue-Rate im Qualitätsbericht stehen sollte
In spezialisierten Zentren mit hohen Fallzahlen ist die FTR-Rate nachgewiesenermaßen niedriger und damit die Überlebenswahrscheinlichkeit höher ist [1–5]. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) spricht sich deshalb dafür aus, dass Krankenhäuser zur Erhöhung der Transparenz die FTR auch in ihren Qualitätsberichten ausweisen. Gleichzeitig unterstützt die Fachgesellschaft weiterhin die Infrastrukturvorgaben (Zentrumsbildung) im Rahmen der geplanten Krankenhausstrukturreform. Das Motto „Sichere Chirurgie für alle“ des diesjährigen 142. Deutschen Chirurgie Kongress (DCK 2025) trägt diesen Forderungen Rechnung.Erst vor Kurzem hat der Gemeinsamen Bundesausschuss Mindestmengen bei der chirurgischen Behandlung des Kolon- und Rektumkarzinoms festgelegt, und den Operationen- und Prozedurenschlüssel entsprechend angepasst.
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