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Gastroenterologie

Aktuelle Entwicklungen, Leitlinien und Studien zu Magen-Darm, Leber und Pankreas

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

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Neuste Artikel

Kanüle sticht in Armbeuge
Adipositas und MASLD

Berberin zeigt keine Fett-Reduktion – aber positive Effekte auf Lipide

Adipositas und metabolisch assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) rücken zunehmend in den Fokus therapeutischer Forschung – nicht zuletzt, weil viele Patienten trotz Lebensstilinterventionen nur unzureichend auf etablierte Maßnahmen ansprechen. Vor diesem Hintergrund wird seit einiger Zeit auch Berberin als potenzieller Wirkstoff zur Beeinflussung metabolischer Parameter diskutiert. In einer Studie aus China zeigte der Wirkstoff nun bei adipösen, diabetesfreien Personen mit MASLD keine Reduktion des viszeralen Fettgewebes oder des Leberfettanteils. Dagegen wurden moderate, aber signifikante Verbesserungen im Lipidprofil und bei Entzündungsmarkern beobachtet.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Neuer Risikofaktor

Streptococcus anginosus – ein weiterer Treiber von Magenkrebs?

Rund 50% aller Menschen weltweit sind mit Helicobacter pylori infiziert. Bei den meisten Betroffenen treten keine Symptome auf. Allerdings gilt Helicobacter pylori als wichtiger Risikofaktor für Magenkrebs. Wissenschaftler haben nun jedoch mit Streptococcus anginosus noch ein weiteres Bakterium ausfindig gemacht, das die Entstehung von Magenkrebs fördert.
Frau hält eine Tablette und ein Glas Wasser in der Hand
Neue Analyse verneint Nutzen und warnt vor Blutungen

ASS schützt wohl nicht vor Darmkrebs

Ob Azetylsalizylsäure (ASS) vor Darmkrebs schützen kann, bleibt umstritten. Eine umfassende Cochrane-Analyse zeigt nun, dass Menschen ohne spezielles Risiko aus einer täglichen ASS-Einnahme wahrscheinlich keinen präventiven Nutzen ziehen, zugleich jedoch häufiger schwere Blutungen entwickeln.
3D‑Darstellung des Inneren des Dickdarms, in dem mehrere Polypen sichtbar sind; ein endoskopisches Instrument greift gerade einen dieser Polypen zur Entfernung.
Was die DNA über erbliches Krebsrisiko verrät

Neue Einblicke in die Genetik von Polypen

Die genetische Untersuchung von Darmpolypen kann entscheidende Hinweise auf erbliche Risiken liefern – besonders bei Menschen mit adenomatöser oder serratierter Polyposis. Jetzt entschlüsselte, frühe Mechanismen der Polypenbildung könnten den Weg zu präziseren Diagnosen und besseren Therapieentscheidungen öffnen.
Frau hält sich Bauch
Viszeraler Schmerz trifft tiefer

Wie Bauchweh Empathie besonders verstärkt

Nicht jeder Schmerz fühlt sich gleich an – seine Art prägt unser Empfinden. Innere Schmerzen wie Bauchweh empfinden wir nicht nur selbst intensiver, sie verstärken auch unser Mitgefühl für andere, vor allem für nahestehende Menschen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie stark dieser Effekt wirklich ist.
11:09 min
Interview

Drei Fragen an… Prof. Martin Storr zum Reizdarm

Mit dem neuen Videoformat „Drei Fragen an…“ starten wir eine Interviewreihe mit führenden Expertinnen und Experten der Medizin. Den Auftakt macht Prof. Dr. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und Leiter des Zentrums für Endoskopie in Starnberg.
Eine medizinische Fachperson hält eine transparente, digital dargestellte Bauchspeicheldrüse in den Händen; darunter liegen holografische Symbole und Daten
Höhere Treffsicherheit, weniger Fehlalarme

Künstliche Intelligenz findet Bauchspeicheldrüsenkrebs präziser als Radiologen

Kann künstliche Intelligenz die Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern? Ja sie kann, so das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden: Die PANORAMA-Studie schafft erstmals einen globalen Benchmark – und liefert starke Argumente für den Einsatz von KI in der Früherkennung eines Tumors, der bisher meist viel zu spät entdeckt wird. 
OP-Besteck auf OP-Tisch
APPAC-Studie

Appendizitis ohne OP? Neue 10-Jahres-Daten sprechen dafür!

Die antibiotische Therapie der unkomplizierten akuten Appendizitis wird seit einigen Jahren als mögliche Option zur chirurgischen Appendektomie diskutiert. Belastbare Langzeitdaten über mehr als fünf Jahre lagen bislang jedoch noch nicht vor. Eine aktuelle Auswertung der finnischen APPAC-Studie schließt nun diese Lücke: Das 10-jährige Follow-up zeigt, wie häufig es nach einer zunächst erfolgreichen konservativen Behandlung zu Rückfällen und später doch notwendigen Appendektomien kommt.
Eine Person misst ihren Blutdruck mit einem elektronischen Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
Relevant für die Nachsorge?

Bluthochdruck: Keine höhere Rückfallgefahr – außer bei Darmkrebs

Bluthochdruck erhöht das Rückfallrisiko solider Tumoren nicht – mit einer markanten Ausnahme. Für Darmkrebs-Patienten kann Hypertonie das Rezidivrisiko steigern, dies legen aktuelle Studienergebnisse nahe. Zumindest bei Darmkrebspatienten sollten daher konsequente Blutdruckkontrollen Teil der onkologischen Nachsorge sein.
Magens in leuchtenden Farben auf blauem Hintergrund, umgeben von vernetzten Symbolen, die medizinische Analyse und Forschung symbolisieren
Entwarnung für den Magenschutz

Kein erhöhtes Krebsrisiko: Große Studie entlastet Protonenpumpenhemmer

Protonenpumpenhemmer zählen zu den am häufigsten verordneten Medikamenten – zugleich hielten sich Sorgen über ein mögliches Magenkrebsrisiko bei Langzeiteinnahme hartnäckig. Eine große populationsbasierte Studie aus 5 nordischen Ländern liefert nun Entwarnung: Auch bei langfristiger Anwendung zeigen sich demnach keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko. 
rohes Fleisch in einer Theke
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Hoher Fleischverzehr steigert Schubrisiko

Neue Erkenntnisse aus der prospektiven PREdiCCt‑Kohorte zeigen: Bestimmte Ernährungsgewohnheiten könnten das Risiko für Schübe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) deutlich beeinflussen. Besonders bei Patienten mit Colitis ulcerosa rückt ein zentraler Faktor in den Fokus – mit überraschend klaren Risikozuwächsen. Die Ergebnisse liefern damit einen wichtigen Impuls für die individuelle Ernährungsberatung in der Remission.
leuchtende abstrakte Leber in den Händen
Welt-Adipositas-Tag

Adipositas als Leberrisiko: Deutsche Leberstiftung mahnt zur frühzeitigen Prävention

Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 betont die Deutsche Leberstiftung die enge Verbindung zwischen starkem Übergewicht und Fettlebererkrankungen – und weist auf neue Therapieansätze sowie den hohen Stellenwert einer gesunden Ernährung hin.

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