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Gastroenterologie

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

Neuste Artikel

verschiedene Nussarten in einer braunen Schale
Neue Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung

Wie Darm-Enzyme unsere Ernährung steuern – und warum jeder anders reagiert

Gesunde Pflanzenstoffe aus Beeren, Nüssen oder Gemüse entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie von den Enzymen unserer Darmbakterien umgewandelt werden. Doch dieses „chemische Kochbuch“ ist bei jedem Menschen anders – und bei chronischen Erkrankungen oft gestört. Ein internationales Forschungsteam hat nun entschlüsselt, wie Darmbakterien gesunde Pflanzenstoffe umwandeln – und warum das bei jedem Menschen anders funktioniert.
Human intestines colon organ shape with hands. Digestive tract p
Mehr Bewegung, weniger Krebs

Wer sich bewegt, erkrankt seltener an Krebs des Verdauungssystems

Bewegung spielt in Gesundheitsfragen eine bedeutende Rolle, auch hinsichtlich der Krebsprävention. Das gilt auch für gastrointestinale Tumore. So verringert sich etwa das Risiko für Darmkrebs oder Magenkrebs bei regelmäßiger körperlicher Aktivität.
Haferflocken in einer Schlüssel
Darmgesundheit

Polyamine als Schlüssel: Wie kleine Moleküle die Darmregeneration im Alter fördern

Mit zunehmendem Alter verliert der Darm seine Fähigkeit zur Regeneration – ein Problem, das nach Operationen, Infektionen oder Chemotherapien gravierende Folgen haben kann. Eine neue Studie in Nature Cell Biology zeigt: Polyamine können die Regenerationsfähigkeit alternder Darmzellen wieder aktivieren. Durch gezielte Aktivierung des Polyaminstoffwechsels – etwa über Ernährung oder Supplemente – ließen sich Gewebeschäden bei älteren Mäusen deutlich reduzieren.
Symbolbild: Eine Orange, die durch einen geöffneten Reißverschluss eine rote Apfelhälfte im Inneren zeigt
„Täuschen und tarnen“

Ungewöhnliche Entität: Hodgkin-Lymphom in Pankreas durch Biopsie entdeckt

Nicht jeder Pankreastumor ist das, was er scheint. In sehr seltenen Fällen kann ein Hodgkin-Lymphom dahinter stecken, wie jetzt eine außergewöhnlicher Fallbericht zeigt.  Die Diagnose gelang erst durch eine Biopsie – und veränderte den gesamten Therapieplan. 
Arzt zieht Handschuh im OP an
Darm-Anastomosen

Implantierbare Sensorfolie warnt früh vor Komplikationen nach Darmoperationen

Darm-Anastomosen bergen ein erhebliches Risiko für postoperative Komplikationen. Insbesondere Durchblutungsstörungen oder immunologische Reaktionen können innerhalb kurzer Zeit zu schweren Folgeschäden bis hin zum Tod führen. Ein interdisziplinäres Team aus Dresden und Rostock hat nun eine implantierbare Sensorfolie entwickelt, die Durchblutungsstörungen an Darm-Anastomosen in Echtzeit erkennt und so schwerwiegende postoperative Komplikationen verhindern könnte.
Endoskopische Aufnahme eines großen, unregelmäßig geformten Tumors im Darm
Neuer Standard beim metastasierten kolorektalen Karzinom?

Kombination aus Checkpoint-Inhibitor und gezielter Therapie verbessert Überleben

Ein neuartiger Wirkmechanismus verspricht unheilbar kranken Darmkrebspatienten ein längeres Leben. Im Mittelpunkt steht der experimentelle Tyrosinkinase-Inhibitor Zanzalintinib: Wird er mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab kombiniert, verbessert dies das Überleben bei metastasiertem Darmkrebs deutlich – selbst in schwierigen Subgruppen. 
Medikamente als Turm
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Antibiotikaprophylaxe bei oberen GI-Blutungen: Kürzere Dauer ohne Mortalitätsnachteil?

Internationale Leitlinien empfehlen bislang eine 5- bis 7-tägige Antibiotikaprophylaxe bei Patienten mit Leberzirrhose und oberer gastrointestinaler (GI-)Blutung. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 14 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) stellt die bisherige Empfehlung jetzt allerdings infrage. Denn danach ist eine kürzere Antibiotikagabe – oder sogar der Verzicht darauf – hinsichtlich der Gesamtmortalität wahrscheinlich nicht schlechter.
Infusion in Nahaufnahme
Trastuzumab deruxtecan überzeugt

IQWiG erkennt deutlichen Vorteil bei HER2-positivem Magenkrebs

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. Neue Studiendaten belegen jetzt: Trastuzumab deruxtecan verbessert die Therapieergebnisse bei fortgeschrittenem HER2-positivem Magenkarzinom deutlich.
leuchtende abstrakte Leber in den Händen
Chronische Abstoßung

Neue molekulare Muster nach Lebertransplantation entdeckt

Ein internationales Team identifiziert erstmals molekulare Fingerabdrücke, die die Diagnose chronischer Abstoßungen nach Lebertransplantationen erleichtern sollen.
Steam salmon and vegetables, Paleo, keto, fodmap diet on old rustic wooden table
Bauchgefühl

Wie Darm und Psyche miteinander kommunizieren – und was Ernährung bewirken kann

Unser Darm kommuniziert mit dem Gehirn – über Nerven, Hormone und das Immunsystem. Erfahren Sie, wie Mikrobiom und Ernährung unsere Psyche beeinflussen.
Person im grauen T-Shirt mit grafischer Darstellung des Verdauungstrakts auf dem Bauch. Die Leber und der Darm sind weiß skizziert, ein roter Lichtpunkt markiert den Bereich der Leber.
Resistenzen überwinden

Neue Immuntherapie-Kombination zerstört Lebermetastasen bei Darmkrebs

Darmkrebs und seine Lebermetastasen sind üblicherweise resistent gegen Immuntherapien. Jetzt aber haben Forschende mit einer neuen Immuntherapie-Kombination einen Weg gefunden, diese Resistenzen zu überwinden. Die Kombination aus LIGHT und Anti-CTLA-4 veränderte im präklinischen Modell das Tumormikromilieu und machte resistente Tumoren angreifbar – und ermöglichte so eine Kontrolle über Lebermetastasen bei Darmkrebs.
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
„Baltimore-Dreieck“ gezielt bestrahlen

Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom

Die intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“, einer nervenreichen, dreieckigen Region oberhalb des Pankreas, zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom. In Kombination mit einer neoadjuvanten Strahlen(chemo)therapie konnte die Lokalrezidivrate auf nur 5 % gesenkt werden – ein bisher unerreichter Wert.