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Darmregeneration

Immunzellen als Reparaturhelfer: Darmheilung nach Krebsbehandlung

Eine neue Studie enthüllt: Regulatorische T-Zellen (Tregs) nutzen Entzündungssignale, um die Darmschleimhaut nach Krebstherapie zu regenerieren – ein möglicher Durchbruch für die Behandlung von Nebenwirkungen.

Darm Innenansicht
Schäden der Darmschleimhaut nach Krebstherapie könnten künftig durch gezielte Immunmodulation repariert werden. (© Juan Gärtner/stock.adobe.com)

Regulatorische T-Zellen (Tregs) gelten normalerweise als „Friedenswächter“, die eine Überreaktion des Immunsystems verhindern. Überraschenderweise zeigt eine neue Studie, dass Tregs Entzündungssignale nutzen, um nach einer Krebstherapie Reparaturprozesse zu starten. Die von der LIT-Kooperationsgruppe „Innate Immunstimulation bei Krebs und Transplantationen“ mit der Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie der TU München (TUM) durchgeführte Untersuchung zeigt, wie das Immunsystem verwendet werden kann, um die Darmschleimhaut zu regenerieren und das Überleben zu verbessern.

Bislang galt eine Entzündung im Darm vor allem als schädlich. „Nun haben wir gesehen, dass das Immunsystem unter bestimmten Bedingungen Entzündungssignale nutzt, um Heilungsprozesse zu starten“, fasst Prof. Hendrik Poeck, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und Leiter der LIT-Kooperationsgruppe, die Ergebnisse zusammen. „Diese Erkenntnisse könnten wichtige klinische Implikationen für viele Patienten haben, deren Darm in Folge einer Krebsbehandlung geschädigt ist“, erklärt Erst- und Korrespondenzautor Dr. Julius Fischer, Forschungsgruppenleiter und Strahlentherapeut an der TUM School of Medicine and Health am TUM Klinikum.

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