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Gesundheitspolitik

Der Themenbereich „Gesundheitspolitik“ beleuchtet die zentralen Entwicklungen, die das Gesundheitssystem prägen und den beruflichen Alltag aller medizinischen Fachrichtungen beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen politische Entscheidungen, regulatorische Anpassungen sowie strukturelle Veränderungen, die Versorgung, Finanzierung, Vergütung und Organisation des Gesundheitswesens betreffen.

Damit bietet der Tag „Gesundheitspolitik“ einen klaren Überblick über die grundlegenden Mechanismen, Trends und Leitlinien, die das Gesundheitswesen steuern – und adressiert alle Berufsgruppen, die an einer fundierten Einordnung aktueller Entwicklungen interessiert sind.

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Lebenserwartung im internationalen Vergleich: Die Prognosen zeigen eine deutliche Verlangsamung des Anstiegs. © Hyejin Kang / stock.adobe.com
Demografie & Gesundheit im Wandel

100 Jahre für alle? Neue Prognosen dämpfen die Erwartungen

Die Lebenserwartung steigt nicht mehr so schnell wie früher – das zeigen neue internationale Studien. Besonders für Menschen, die zwischen 1939 und 2000 geboren wurden, ist die 100-Jahre-Marke kaum erreichbar. Der medizinische Fortschritt stößt aktuell an Grenzen, und die großen Zugewinne der Vergangenheit lassen sich heute nicht mehr wiederholen.
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Kritik an geplanter Krankenhausreform

Philippi warnt: Klinikreform gefährdet Versorgung

Die geplante Krankenhausreform stößt in Niedersachsen auf Kritik. Gesundheitsminister Andreas Philippi warnt vor Versorgungslücken, besonders in kleineren Kliniken. Fachbereiche wie Geburtshilfe und Orthopädie seien gefährdet. Er fordert gezielte Nachbesserungen und eine gerechtere Verteilung der Milliardenhilfen.
Ein Fahrzeug der Polizei steht an einem Gebäude der Geschäftsführung des Evangelischen Klinikums Bethel
Versagen im System

Missbrauchsverdacht: Klinikleitung vor dem Landgericht

Ein Assistenzarzt soll am Evangelischen Klinikum Bethel über Jahre hinweg Patientinnen betäubt und missbraucht haben. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen leitende Mitarbeiter – sie sollen Hinweise ignoriert und nicht weitergeleitet haben. Die Justiz prüft, ob ein Hauptverfahren gegen die Klinikleitung eröffnet wird.
Ein Wegweiser leitet im Universitätsklinikum zur Notaufnahme
Kliniklandschaft in der Krise

Krankenhauskrise: Kliniken kämpfen mit Milliarden-Defizit

Deutschlands Krankenhäuser stehen unter massivem wirtschaftlichem Druck: Drei Viertel schreiben Verluste, bei öffentlichen Einrichtungen sind es fast 90%. Die Folgen sind gravierend – von Standortschließungen über Fusionen bis hin zu einem Investitionsstau von 130 Milliarden Euro. Die medizinische Versorgung gerät zunehmend ins Wanken.
Auswahl an Verhügungsmitteln
Zwangsverhütung ohne Einwilligung

Spiralen-Skandal in Grönland: Dänemark bittet um Verzeihung

Ohne ihr Einverständnis wurden grönländischen Frauen und Mädchen Spiralen eingesetzt – teils im Kindesalter. Jahrzehnte später bittet Dänemark offiziell um Entschuldigung. Auch Grönlands Regierung räumt Fehler ein. 143 Betroffene klagen nun auf Entschädigung.
Holzwaage mit Würfeln
Diese Wirkstoffe zeigen einen Zusatznutzen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem August 2025

Nicht jedes neue Medikament bringt automatisch einen Fortschritt. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüft nach Markteintritt, ob ein Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie besteht. Im August 2025 wurden mehrere Wirkstoffe bewertet – darunter Therapien gegen Krebs, Autoimmunerkrankungen und seltene Leiden. Welche Arzneimittel überzeugen konnten, lesen Sie hier.
Gebärmutterhalskrebs früh erkennen: Infos jetzt auch barrierefrei verfügbar. © freshidea/stock.adobe.com
Barrierefreie Gesundheitsinfos zur Krebsprävention

Gebärmutterhalskrebs: Infos jetzt in leichter Sprache

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bietet erstmals Versicherteninformationen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs in leichter Sprache an. Die Broschüren erklären medizinische Hintergründe, Screeningabläufe und die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). Ziel ist es, mehr Menschen den altersgerechten Zugang zur Vorsorge zu erleichtern.
Digitalisierung voraus: Der Weg zum Gesundheitsamt wird 2026 auch online über eine landesweite Plattform möglich sein. ©Philipp Schulze/dpa
Digitalisierung im Gesundheitswesen

Thüringen digitalisiert Gesundheitsämter bis 2026

Thüringen startet den digitalen Umbau seiner Gesundheitsämter: Ab 2026 sollen 22 kommunale Ämter über eine zentrale Online-Plattform vernetzt werden. Ziel sind mehr Effizienz, Bürgernähe und moderne Services wie Impfangebote und ein Bürgerportal. Ein neues Gesetz ersetzt die veraltete Verordnung und schafft erstmals klare Standards für den öffentlichen Gesundheitsdienst.
Stigma, Kosten und Versorgungslücken: Schwangerschaftsabbrüche sind für viele Frauen schwer erreichbar. ©Bernd Weißbrod/dpa
Weite Wege, hohe Kosten, Stigma

Versorgungslücken beim Schwangerschaftsabbruch

Millionen Frauen in Deutschland haben keinen wohnortnahen Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch. Die Versorgung ist lückenhaft, die Kosten oft hoch – und gesellschaftliche Stigmatisierung belastet zusätzlich. Besonders in Süddeutschland sind die Wege weit. Eine Studie zeigt, wie dringend Reformen bei Beratung, Kostenübernahme und rechtlicher Absicherung nötig sind.
Sexuelle Gesundheit stärken: Hessen setzt auf Prävention, HPV-Impfung und niedrigschwellige Testangebote. ©tiagozr/stock.adobe.com
Humanes Papillomavirus, Syphilis und Gonorrhoe im Fokus

Mehr Beratung bei STI: Hessen baut Angebote aus

Sexuell übertragbare Infektionen wie Syphilis, Gonorrhoe und HPV breiten sich in Hessen zunehmend aus – sie bleiben oft unbemerkt, sind aber beileibe nicht harmlos. Die Landesregierung reagiert mit mehr Prävention, Impfkampagnen und anonymen Beratungsangeboten. Besonders wichtig sind kostenlose Tests für junge Menschen und Risikogruppen. Das Angebot umfasst aber noch viel mehr!
Lipödem-Bein wird bandagiert
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Lipödem-OP: Kasse übernimmt Kosten unter Auflagen

Für viele Lipödem-Patientinnen ist es ein Durchbruch: Die Krankenkasse trägt künftig unter bestimmten Bedingungen die Kosten für eine Fettabsaugung – unabhängig vom Stadium der Erkrankung.
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Union uneins bei Abtreibungskosten durch Krankenkassen

Soll die Krankenkasse künftig mehr Abtreibungen zahlen? Während Gesundheitsministerin Warken (CDU) offen für eine Ausweitung ist, warnt CSU-Politiker Pilsinger vor einem Verstoß gegen Paragraf 218.