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Infektiologie

Infektionen verändern sich stetig – durch neue Erreger, Resistenzen und globale Dynamiken. Der Bereich "Infektiologie" greift diese Entwicklungen auf und beleuchtet infektiologische Fragestellungen dort, wo sie klinisch relevant werden: bei Diagnostik, Therapieentscheidung und Versorgungsstrategie.

Die Beiträge liefern medizinische Orientierung in einem Feld, das hohe Aufmerksamkeit und aktuelles Wissen erfordert. Sie schärfen den Blick für Zusammenhänge und unterstützen eine rationale, evidenzbasierte Behandlung im ärztlichen Alltag.

Neuste Artikel

Impfschutz verbessern

Spermidin als Booster für die alternde Immunabwehr

Die altersbedingt schwächere Impfantwort ist ein zentrales Problem der Infektionsprävention bei Seniorinnen und Senioren. Eine britisch-deutsche Pilotstudie liefert nun einen bemerkenswerten Ansatz: Die tägliche Einnahme von 6 mg Spermidin über 13 Wochen kann bei über 65-Jährigen mit schwacher Antikörperreaktion nach COVID-19-Impfung die neutralisierende Immunität messbar steigern. Zudem reduziert das natürlich vorkommende Polyamin Marker der Immunseneszenz und aktiviert die Autophagie.
Paar beugt sich einander zu, um sich zu küssen
Tag des Kusses

Küssen und Gesundheit: Wann Ärzte zum Kussverbot raten sollten

Ein zehnsekündiger Kuss tauscht rund 80 Millionen Bakterien aus, senkt Cortisol und setzt Dopamin frei. Doch bei Lippenherpes, Pfeifferschem Drüsenfieber oder akuten Infekten wird der Kuss zum Übertragungsweg – mit teils dramatischen Folgen für Neugeborene. Worauf Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten hinweisen sollten.
Mikroskopische Darstellung von Clostridioides-difficile-Bakterien
CDI-Rezidivprophylaxe

Clostridioides difficile: Vancomycin-Tapering senkt frühe Rezidive

Eine kanadische randomisierte Studie zeigt, dass ein vierwöchiges Schema mit anschließendem Ausschleichen die Rezidivrate nach 38 Tagen deutlich senkt – von 15,4 auf 6,7 Prozent. Nach 56 Tagen schmilzt der Vorteil gegenüber Placebo jedoch zusammen.
Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.
Auch bei Krebspatienten

Früher Schutz vor Gürtelrose: Impfung für Risikogruppen jetzt schon ab 18

Die Gürtelrose-Impfung gilt für Menschen ab 60 als Standard – doch für viele kann sie bereits deutlich früher sinnvoll sein. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) empfiehlt den Schutz jetzt schon ab 18 Jahren für Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder Immunschwäche. So sollen schwere Verläufe und langanhaltende Folgen effektiv verhindert werden.
Rote-Hand
Rote Hand Brief

Emblaveo® – Durchstechflaschen auf Schäden kontrollieren

Bei zurzeit in Umlauf befindlichen Chargen von Emblaveo® 1,5 g/0,5 g Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung von Infusionslösung traten gebrochene oder gerissene Durchstechflaschen auf – darüber informieren der Zulassungsinhaber Pfizer Europe MA EEIG, Belgien,  in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Landesamt für Gesundheit in Berlin (LAGeSo).
Hand in blauem Handschuh hält Coronatest
Addendum zu den CED-Leitlinien

Betreuung von Patienten mit CED in Bezug auf COVID-19

Vor dem Hintergrund des erheblichen Wissenszuwachses seit der Publikation des ersten Addendums zu den CED-Leitlinien (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) wurden diese nun aktualisiert und um praxisnahe Empfehlungen für die Versorgung von CED-Patienten in Bezug auf eine Exposition ggü. bzw. eine Infektion mit SARS-CoV-2 ergänzt.
Darminnenansicht abstrakt
S2k-Leitlinie aktualisiert

S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen ist online

Das Ziel der Aktualisierung der S2k-Leitlinie „Gastrointestinale Infektionen“ ist es, den aktuellen Kenntnisstand zum klinischen Bild, der Diagnostik und der Therapie gastrointestinaler Infektionen auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung bekannten wissenschaftlichen Evidenz zusammenzufassen, im Experten-Konsens zu bewerten und daraus praxisrelevante Empfehlungen abzuleiten. Die Leitlinie soll dabei einen Handlungskorridor für häufige Entscheidungen liefern.