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Osteologie

Die Osteologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Knochens und des Knochenstoffwechsels sowie deren Auswirkungen auf Stabilität, Mobilität und Lebensqualität. Im Mittelpunkt stehen die Osteoporose, weitere Knochenstoffwechselerkrankungen und die individuelle Frakturrisikoevaluation.

Die Beiträge beleuchten aktuelle Erkenntnisse zu Risikofaktoren, Diagnostik und Prävention sowie moderne therapeutische Ansätze. Darüber hinaus unterstützen sie dabei, Studienergebnisse und Leitlinienempfehlungen einzuordnen und evidenzbasierte Entscheidungen für eine frühzeitige Diagnosestellung, gezielte Therapie und nachhaltige Frakturprävention zu treffen.

Neuste Artikel

Die trabekuläre Knochenstruktur im Hüftgelenk bei Osteoporose.
Notwebduge Sekundärprävention hat Vorrang

Grünes Licht für frühe Osteoporosetherapie nach Fragilitätsfrakturen

Nach einer Fragilitätsfraktur wird die medikamentöse Osteoporosetherapie oft verzögert oder pausiert – aus Sorge vor Heilungsstörungen. Diese Sorge scheint jedoch unbegründet; diesen Schluss lässt eine aktuelle Metaanalyse zu: Bisphosphonate beeinträchtigen demnach weder die Zeit bis zur Knochenheilung noch die Rate an Pseudarthrosen. Teriparatid könnte die Frakturheilung sogar um durchschnittlich 3 Wochen verkürzen. Die Sekundärprävention sollte daher zeitnah eingeleitet oder fortgeführt werden.
Ein älterer Mann liegt nach einem Sturz auf dem Teppichboden und wird von einer Pflegekraft oder Angehörigen an der Hand hochgezogen; im Vordergrund liegt sein Gehstock.
Bröckelnde Evidenz

Kalzium und Vitamin D ohne relevanten Nutzen bei Fraktur- und Sturzprävention

Kalzium- und Vitamin-D-Präparate zählen zu den am häufigsten verordneten Supplementen zur Prävention osteoporotischer Frakturen und Stürze. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zieht die klinische Relevanz dieser Praxis grundlegend in Zweifel: Weder die Monotherapie noch eine kombinierte Supplementation erreichten die vorab definierten Schwellenwerte für einen klinisch bedeutsamen Nutzen – auch nicht in Hochrisikogruppen.