Intravenöse Chemotherapien lassen sich im häuslichen Umfeld sicher und ohne Infusionsreaktionen oder Katheterinfektionen verabreichen. Mobile Versorgungsteams und eine virtuelle Leitstelle ermöglichen eine engmaschige Überwachung – mit hoher Patientenzufriedenheit und spürbarem Gewinn an Lebensqualität.
Chemotherapie zu Hause: Versorgungswege neu denken
Üblicherweise kommen Krebspatienten für eine Chemotherapie in ein Behandlungszentrum. Viele nehmen dafür lange Weg in Kauf. Nun haben Forschende der US-amerikanischen Mayo Clinic in einer Studie gezeigt, dass die Infusionen auch Zuhause sicher verabreicht werden können.
Virtuelle Leitstelle und mobile Teams im Verbund
Die Studie untersuchte das Modell Cancer CARE Beyond Walls (Connected Access and Remote Expertise) der Mayo Clinic, das virtuelle Versorgung, Fernüberwachung, digitale Patientenakte sowie klinische Leistungen – und eben auch die Gabe von Chemotherapien durch mobile Gesundheitsteams – im häuslichen Umfeld kombiniert.
Insgesamt wurden 10 Patienten begleitet, die zwischen dem 1. April und dem 31. August 2023 insgesamt 93 intravenöse Chemotherapien in ihrem Zuhause erhielten. Die klinische Sicherheit wurde engmaschig über ein virtuelles Leitstellenzentrum überwacht; mobile Versorgungsteams ermöglichten bei Bedarf ein rechtzeitiges Eingreifen.
Artikel kostenlos freischalten und weiterlesen
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu exklusiven Artikeln auf Thieme Praxis. Registrieren Sie sich jetzt kostenlos mit wenigen Klicks – oder nutzen Sie Ihren bestehenden Thieme Account.