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Lebensstil als Krebstreiber bei Jüngeren – nur die halbe Wahrheit?

|von Daniela Lukaßen-Held

Krebsinzidenzen steigen bei jüngeren Erwachsenen deutlich an – doch wie groß ist dabei der Einfluss klassischer Verhaltensrisikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder BMI? Offenbar können diese Lebensstilfaktoren allein die Entwicklung nicht erklären, sodass andere Ursachen in den Fokus klinischer Forschung rücken.

Nahaufnahme einer Hand, die eine brennende Zigarette hält; Rauch steigt sichtbar nach oben.
Der Blick auf klassische Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Adipositas allein reicht nicht aus, um steigende Krebszahlen bei Jüngeren zu erklären. (© cansu/stock.adobe.com)

Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Infektionen. Immer wieder befassen sich Wissenschaftler mit den Risikofaktoren für Krebs. Immerhin gehen beinahe 40% der Krebsfälle Studiendaten zufolge auf vermeidbare Ursachen zurück. Problematisch ist dies auch und gerade in Bezug auf jüngere Menschen: So haben Generation X und Millennials ein höheres Krebsrisiko als die Generationen vor ihnen. Woran das liegt? Auch hier stößt man unter anderem auf Lebensstilfaktoren als Ursache.

Dieses Thema beschäftigt die Wissenschaft immer wieder – so auch Wissenschaftler vom Institute of Cancer Research in London. Ihnen zufolge steigen die Inzidenzraten für mehrere Krebsarten bei jüngeren Erwachsenen in England sowie in anderen Ländern zwar an. Nicht klar sei jedoch, ob dieser Anstieg durch Veränderungen der Risikofaktorprävalenz erklärbar ist.

Insgesamt ist die Inzidenz bei 16 von 22 Krebserkrankungen bei jüngeren Frauen und 11 von 21 Krebsarten bei jüngeren Männern der Studie zufolge in England zwischen 2001 und 2019 signifikant gestiegen. Die Fragen, die die Wissenschaftler sich stellten, lauteten darum: Können Veränderungen der Verhaltensrisikofaktoren eine steigende Krebsinzidenz bei jüngeren Erwachsenen in England erklären? Und: Inwieweit tragen Risikofaktoren zu diesen Trends bei?

Krebsinzidenz im Generationenvergleich

Für die Untersuchungen analysierten sie Krebsinzidenzdaten aus nationalen Registern. In den Blick nahmen sie die Entwicklung der Inzidenzen unterschiedlicher Krebsarten und verglichen hier zwischen älteren und jüngeren Menschen.

Mithilfe nationaler Gesundheitserhebungen fokussierten sie sich zudem auf verschiedene Risikofaktoren:

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