Fünf Tassen Kaffee am Tag senken das Risiko für Zirrhose, hepatozelluläres Karzinom und leberbezogene Mortalität deutlich – und das unabhängig vom Koffeingehalt. Eine Auswertung von über 350.000 Teilnehmenden der UK Biobank verknüpft klinische Endpunkte mit MRT-Bildgebung und Proteomik-Signaturen. Die Ergebnisse zeigen niedrigere Leberfettwerte, geringere Fibroinflammation und ein günstigeres Profil hepatozellulärer Syntheseproteine bei regelmäßigem Kaffeekonsum.
Kaffee als Leberschutz – große Kohortenstudie liefert harte Endpunkte
Chronische Lebererkrankungen zählen weltweit zu den führenden Ursachen für Morbidität und Mortalität – und trotz Fortschritten in Diagnostik und Therapie fehlt es weiterhin an einfachen, alltagstauglichen Präventionsstrategien. Kaffee steht seit Langem im Verdacht, hepatoprotektiv zu wirken. Frühere Arbeiten deuteten auf ein reduziertes Risiko für Steatose, Fibrose und hepatozelluläres Karzinom (HCC) hin. Was bislang fehlte, waren großangelegte prospektive Analysen, die klinische Endpunkte, Bildgebung und molekulare Marker gleichzeitig erfassen und dabei auch Kaffeetyp, Zusätze wie Zucker oder Süßstoffe sowie metabolische Modifikatoren berücksichtigen.
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