Die moderne Brustkrebsmedizin wirkt derzeit wie ein Fachgebiet im Übergang. Lange galt in der Krebsmedizin vor allem ein Prinzip: mehr Therapie, frühere Eskalation, längere Behandlung. Auf dem ESMO Breast Cancer 2026 in Berlin ging es diesmal erstaunlich oft nicht um zusätzliche Therapie, sondern um die Frage, welche Patientinnen möglicherweise mit weniger Behandlung auskommen. Nicht die nächste maximale Intensivierung stand im Mittelpunkt, sondern Therapieoptimierung, molekulare Steuerung, Leben mit und nach Krebs sowie Versorgungsrealität in Europa.
Weniger Therapie, mehr Präzision – und die offene Frage der Versorgung
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Das Selbstverständnis der Brustkrebsmedizin verändert sich. Die Diskussionen auf dem ESMO Breast Cancer 2026 in Berlin kreisten nicht nur um neue Wirkstoffe, sondern zunehmend um die Frage, wie sich Langzeittoxizität, Lebensqualität und Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs stärker berücksichtigen lassen (ESMO: European Society for Medical Oncology). Im Hintergrund steht eine Entwicklung, die kaum noch zu übersehen ist: Brustkrebs wird immer häufiger zu einer langfristig behandelbaren oder chronischen Erkrankung – mit entsprechend neuen Anforderungen an Medizin und Versorgungssystem.
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