Kleine Kollagenplättchen mit radioaktiven Cäsium-131-Seeds könnten die Behandlung operabler Hirnmetastasen grundlegend verändern. In der Phase-III-Studie ROADS erzielte die Gamma-Tile-Brachytherapie eine deutlich bessere lokale Tumorkontrolle als die bisherige Standard-Nachbestrahlung. Gleichzeitig verlängerte sich das Gesamtüberleben auf mehr als das Doppelte, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen häufiger auftraten.
Vierfach längere lokale Tumorkontrolle bei operablen Hirnmetastasen
Es sind kleine, flexible Kollagenplättchen, in die winzige radioaktive Cäsium-131-Strahlenquellen (Seeds) eingebettet sind: Die Gamma-Tile-Therapie ist eine Brachytherapie, die speziell für die Bestrahlug von Hirntumoren und Hirnmetastasen entwickelt wurde. Die briefmarkengroßen Strahlenquellen werden während der Operation implantiert, nachdem das sichtbare Tumorgewebe chirurgisch entfernt wurde, und geben so von Tag 1 an ihre Strahlung direkt ins Operationsgebiet ab.
ROADS macht den 1:1-Vergleich
Dass die Therapie bei operablen Hirnmetastasen außerordentlich gut funktioniert, hat die ROADS- Studie unter Leitung des M. D. Anderson Cancer Center gezeigt. Die Ergebnisse wurden bereits auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Sommer vorgestellt, nun sind sie im Journal of Clinical Oncology erschienen.
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