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Neuste Artikel

Bücherstapel mit Doktorhut:
Schützt Bildung vor Darmkrebstod?

Darmkrebs: Geringe Bildung verdoppelt das Mortalitätsrisiko junger Erwachsener

Wer keinen Hochschulabschluss hat, stirbt deutlich häufiger an Darmkrebs – das belegt eine Analyse mit über 101.000 jungen Erwachsenen. Einkommen, Ernährung und medizinische Versorgung sind die Faktoren, die wahrscheinlich eine tragende Rolle für diesen Zusammenang spielen. Sollte der Bildungsstand daher stärker als bisher als Risikomarker in Präventionsstrategien einfließen?
Arzt mit Maßband am Bauch eines übergewichtigen Patienten
Neue Kriterien

Klinische Adipositas: 80 Prozent der Betroffenen bereits erkrankt

Klinische Adipositas und neue Lancet-Kriterien: Eine Auswertung von NHANES, EPIC-Potsdam und TULIP zeigt, dass rund 80 Prozent der Menschen mit BMI ≥ 30 kg/m² bereits messbare gesundheitliche Einschränkungen aufweisen. Was das für Risikostratifizierung, Diagnostik und Lebensstilintervention in der Praxis bedeutet.
Frau mit Bauchschmerzen und visualisiertem Darm
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Fastenähnliche Diät senkt Symptome und Entzündungswerte

Eine zyklisch durchgeführte fastenähnliche Diät kann bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn die Krankheitsaktivität deutlich senken und das fäkale Calprotectin als Entzündungsmarker reduzieren. Rund zwei Drittel der Behandelten sprachen klinisch an, schwerwiegende Nebenwirkungen blieben aus.
Laparoskopie im OP-Saal
Operativer vs. biologischer Therapieansatz

Ilealer Morbus Crohn: Ileozökale Resektion mit Langzeitvorteil gegenüber Infliximab

Operation oder Biologikum? Beim ilealen Morbus Crohn liefert die 10-Jahres-Auswertung der LIR!C-Studie neue Argumente für ein frühes chirurgisches Vorgehen: Nach ileozökaler Resektion erreichen deutlich mehr Patienten eine therapiefreie Remission als unter Infliximab – mit besonders ausgeprägtem Vorteil bei Jüngeren.
Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Elektronenmikroskopische Darstellung von Hepatitis-E-Viren
Neuer Hoffnungsträger

Hepatitis E: Bemnifosbuvir stoppt Virusvermehrung im präklinischen Modell

Der bereits gegen Hepatitis C klinisch geprüfte Wirkstoff Bemnifosbuvir hemmt die Replikation des Hepatitis-E-Virus in Zellkultur und Tiermodell. Ein internationales Forschungsteam sieht darin Potenzial für einen baldigen Off-Label-Einsatz – insbesondere bei chronisch infizierten, immunsupprimierten Patientinnen und Patienten.
Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Stethoskop auf einem Tresen mit Schriftzug „Hausarzt"
Gesundheitspolitik

Hausärzte-Protest in Baden-Württemberg: Wartezimmerplätze gegen Sparpläne gesperrt

In Baden-Württemberg sperren diese Woche Praxen jeden zweiten Wartezimmerplatz, um gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung zu protestieren. Besonders die Fixkostendegression in der Hausarztzentrierten Versorgung und die Rücknahme der Entbudgetierung treffen die Praxen – der Verband warnt vor einer Gefährdung der wohnortnahen Versorgung.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.
Dialysegerät auf der Intensivstation
Pilotstudie

Präeklampsie: sFlt-1-Apherese verlängert Schwangerschaft um zehn Tage

Präeklampsie und Apherese: Eine neue Antikörper-basierte Adsorptionssäule senkt den sFlt-1-Spiegel im mütterlichen Blut um rund 50 Prozent und verlängert die Schwangerschaft bei früh einsetzender Präeklampsie im Median um zehn Tage. Warum das Verfahren auch für das Geburtsgewicht der Kinder Vorteile bringt.