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Neuste Artikel

Lupe auf Darm-Symbol vor Arztkittel
Molekulare Türklingel

CED-Therapie: Neuer Darm-Signalweg als Angriffspunkt identifiziert

Ein Team der Universität Siegen hat ein Sensor-Protein im Darmepithel identifiziert, das über die Duale Oxidase die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies steuert und bei Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa aus dem Gleichgewicht gerät. Der entschlüsselte Signalweg könnte zur Grundlage neuer CED-Medikamente werden – erforscht an Käferlarven statt an Mäusen.
Holzfigur sitzt auf einer Rolle Toilettenpapier wegen Verstopfung
Dyssynergie ist nicht gleich Dyssynergie

Obstruktive Defäkation: Bionische Sonde identifiziert 3 Dyssynergie-Phänotypen

Beim obstruktiven Defäkationssyndrom lassen sich mithilfe einer bionischen Sonde erstmals drei distinkte Dyssynergie-Phänotypen unter physiologischen Bedingungen unterscheiden. Die Befunde korrelieren eng mit der Symptomlast und liefern neue Anhaltspunkte für die gezielte Wahl zwischen Biofeedback und strukturell orientierten Therapieoptionen.
Hände halten eine leuchtende Darm-Illustration
Weniger Komplikationen

ICG-Fluoreszenzangiografie senkt Anastomoseninsuffizienz nach Kolorektalchirurgie

Eine neue Metaanalyse aus 9 randomisierten Studien mit 4.754 Patienten liefert robuste Evidenz für die ICG-Fluoreszenzangiografie in der Kolorektalchirurgie. Die intraoperative Perfusionsmessung mit Indocyaningrün senkt die Anastomoseninsuffizienzrate bei linksseitigen und rektalen Resektionen signifikant – und entfaltet bei adipösen Patienten einen besonders ausgeprägten protektiven Effekt.
Paar umarmt sich auf einem Pier
Kuss mit Folgen?

Zöliakie und Küssen: Studie entkräftet Sorge vor Glutenübertragung

Die Therapie der Zöliakie basiert auf einer strikt glutenfreien Diät. Viele Betroffene berichten von erheblicher Angst vor unbeabsichtigtem Glutenkontakt – auch durch intime Berührungen wie das Küssen ihres nicht erkrankten Partners. Belastbare Daten zu dieser Sorge fehlten bislang. Eine prospektive US-Studie zeigt nun, dass selbst nach hoher Glutenlast des Partners nur in Ausnahmefällen relevante Mengen im Speichel von Zöliakiepatienten ankommen.
Ein Glas wird mit klarem Wasser gefüllt, Wasser spritzt über den Rand.
Bei Hitzewellen ist Vorsicht geboten

Klimawandel: Hitze lässt Risiko für Nierensteine steigen

Mit zunehmenden Hitzewellen ist auch hierzulande mit mehr Fällen von Urolithiasis zu rechnen. Nierensteine entwickeln sich damit zu einer relevanten Begleiterscheinung der Sommermonate. Anlässlich des Hitzeaktionstags am 11. Juni 2026 weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie auf die Bedeutung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr von rund 2,5 Litern täglich hin und empfiehlt eine gezielte Risikoabklärung in der Praxis – insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit entsprechender Vorgeschichte.
Junge Frau mit Kopfhörern bei einer Videositzung am Laptop
Raus aus dem Grübeln – rein ins Handeln

Schritt für Schritt aus der Krise: Problemlösen hilft bei Krebs

Junge Erwachsene mit Krebs profitieren deutlich von einem strukturierten Probremlösungs-Training, wie es beispielsweise das Programm Bright IDEAS-YA anbietet. Sechs Videositzungen senken Angst und Depression messbar und steigern die Lebensqualität – ein niedrigschwelliger Baustein für die psychoonkologische Versorgung junger Krebspatienten.
Roter herzförmiger Luftballon liegt auf nassem Asphalt im Regen
Gendermedizin im Fokus

Frauengesundheit: Warum geschlechtersensible Medizin jetzt Priorität bekommt

Symptome bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen häufig übersehen, weil diagnostische Standards auf männlichen Referenzwerten beruhen. Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover fordern die Länder eine geschlechtersensible Ausrichtung von Forschung, Versorgung und ärztlicher Weiterbildung.
Frau tastet rot leuchtende Brust ab
Metastasiertes Mammakarzinom

Mehr metastasierte Brustkrebsdiagnosen – aber bessere Überlebenschancen

Seit über einem Jahrzehnt nimmt die Zahl primär metastasierter Mammakarzinome in den USA kontinuierlich zu – bei Frauen wie bei Männern, in allen Altersgruppen und über sämtliche Tumorsubtypen hinweg. Eine populationsbasierte Auswertung von mehr als 760 000 Brustkrebsdiagnosen liefert nun aktuelle Zahlen zu Inzidenz, Stadienverteilung und Gesamtüberleben – und wirft Fragen zu Screening, Tumorbiologie und Versorgungsrealität auf.
DBLCD: 3D-Illustration maligner B-Zell-Cluster
Progressionsrisiko um 25 % gesenkt

DLBCL-Erstlinie: Tafasitamab plus Lenalidomid schlägt R-CHOP-Standard

Die auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentierte Phase-III-Studie frontMIND zeigt erstmals seit über 20 Jahren eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Erstlinienstandard R-CHOP beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom. Die Ergänzung um Tafasitamab plus Lenalidomid senkt das Progressions- oder Sterberisiko um 25 % – konsistent über ABC- und GCB-Subtypen hinweg. Damit rückt für Patienten mit Hochrisiko-DLBCL ein neuer Therapiestandard in greifbare Nähe.
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
Wenn Heilung kippt

Akute Pankreatitis: STAT6 steuert Regeneration und Fibrose des Pankreas

Eine Greifswalder Studie zur akuten Pankreatitis entschlüsselt die doppelte Rolle des Signalmoleküls STAT6: Es steuert nicht nur die Regeneration des geschädigten Pankreasgewebes, sondern fördert zugleich dessen Vernarbung. Warum eine einfache Blockade dieses Immunschalters klinisch riskant ist und welche Konsequenzen sich daraus für künftige Therapieansätze ergeben.
Antibiotika Antibiogramm in Petrischale
Antibiotikatherapie

Darmmikrobiom: Antibiotika hinterlassen jahrelang Spuren im Darm

Eine aktuelle Auswertung von fast 15.000 Erwachsenen zeigt nachhaltige Folgen einer Antibiotikatherapie für das Darmmikrobiom. Noch vier bis acht Jahre nach der Behandlung sind Vielfalt und Zusammensetzung der Darmbakterien verändert. Während Penicillin V kaum Spuren hinterlässt, beeinflussen Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin die Darmflora besonders stark.
Abstract image of the uterus. female reproductive system
Risikofaktor Schilddrüse

Endometriumkarzinom: Erhöht eine Hypothyreose das Krebsrisiko?

Eine dänische Kohortenstudie mit über einer Million Frauen untersuchte, ob Hypothyreose oder Hyperthyreose das Risiko für Endometriumkrebs erhöhen. Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion erkrankten zwar häufiger und vermehrt an Typ-1-Tumoren – doch die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Bild.